Bonnie Garmus, die Weltbestsellerautorin von »Eine Frage der Chemie«, ist zurück mit ihrem zweiten Roman!»Peck & Peck« erzählt die unwiderstehliche Geschichte eines jungen Mannes, dessen Leben völlig auf den Kopf gestellt wird, als er bei der geheimnisumwitterten, von Intrigen heimgesuchten und zugleich prestigeträchtigsten Lyrikzeitschrift der Welt angestellt wird: »Peck & Peck«.New York, 1982. Verbrechen sind an der Tagesordnung, und Batter Gray, frischgebackener College-Absolvent mit einem "feinen Ohr" für Poesie, blickt sorgenvoll in die Zukunft. Doch als Batter einen Traumjob bei Peck & Peck ergattert, der geheimnisvollsten, dysfunktionalsten und doch renommiertesten Lyrikzeitschrift der Welt, scheint sich das Blatt zu wenden. Schon bald steckt er mitten in dem heimlichen Krieg zwischen den beiden Herausgebern, den berühmten Peck-Brüdern, und ist eingeweiht in die Privatangelegenheiten der 39 Lektoren, die nur ein einziges Ziel vereint: Originalität finden. Kreativität fördern. Den Rest verbrennen.»Peck & Peck« ist eine warmherzige Erkundung alles Menschlichen. Matthias Koeberlin liest diese ungemein originelle, leidenschaftliche Hommage an das geschriebene Wort.»Charmant, aufbauend, tiefgründig und originell – ›Peck & Peck‹ ist der perfekte Nachfolger von ›Eine Frage der Chemie‹. Wenn Sie Elizabeth Zott geliebt haben, werden Sie Batter Gray vergöttern.« Kristin Hannah
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
aus Speyer
5/5
19.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Die wahren Dodos
Nachdem ich Bonnie Garmus‘ „Eine Frage der Chemie“ insbesondere als Hörbuch liebte, war ich froh, von ihr nun „Peck & Peck“ auf die Ohrmuscheln zu bekommen – wenngleich die Spielzeit mit über 16 Stunden verlockend und erschreckend zugleich wirkte.
Garmus nimmt uns (von kurzen Abstechern in die 1960er abgesehen) mit ins New York der 1980er Jahre, wo wir Batter Gray kennenlernen, einen jungen poesie- und lyrikbegeisterten Mann. Dass er damit nicht gerade im Zentrum der Beliebtheit steht, dürfte klar sein. Doch dann schafft er es in „sein Zentrum“, nämlich die Redaktion der Lyrikzeitschrift Peck & Peck, geführt vom (freundlich ausgedrückt) patriarchalisch agierenden Salton Peck und bzw. oder dessen Bruder Dedonius, dessen Leidenschaft die Lyrik ist. Während die beiden um die Unternehmensleitung kämpfen, kopiert Batter und arbeitet sich langsam hoch.
Mehr muss man gar nicht wissen, denn einmal mehr geht es weniger um das, was Garmus erzählt als wie sie es erzählt. Zum einen wären da die Protagonisten: Da sind mit Batter und Dedonius zwei Träumer und mit Salton ein (über Mitarbeiterleichen gehender) Kapitalist. Wäre nicht schon der Kampf zwischen den Brüdern genug Erzählmaterial, gibt es da ja noch die zahlreichen Redakteure bzw. Lektoren. So wiederum spannt Garmus den Kosmos der Literaten auf: genug Fläche für Intrigen, Schrullen und Skurrilitäten – nicht auf die alberne Art, jedoch durchaus auch holzschnittartig, quasi satirisch überzeichnet. Und dann ist da natürlich noch ihre so typische Erzählweise: lockerer Plauderton, witzig (teilweise beißend), dabei aber geistreich, getragen von einem lakonischen Tonfall, der einen immer wieder an ihren Erstling erinnert. Und damit wäre man dann bei Unterschieden und Parallelen zwischen den Geschichten: In beiden Fällen ist die Hauptfigur jemand, der gegen den Strom schwimmt, sich nicht die Butter vom Brot kratzen lässt und sich auch von Rückschlägen nicht beirren lässt. Damit sind sich Batter und Elizabeth ähnlicher als man auf den ersten Blick bei einer selbstbewussten jungen Frau und einem eher verträumten unsicheren jungen Mann erwarten mag. Auch die Welt, in der beide unterwegs sind, weist Ähnlichkeiten auf: Film- bzw. Literaturbetrieb. Da ich Elizabeth‘ 60er nicht erlebt habe, waren mir Batters 80er (die ich selbst noch erlebt habe) näher; zugleich ist Batter mir aber fremder als Elizabeth. Auch hier geht es darum, dass man für das kämpft, was man liebt – und das tut hier nicht nur Batter, sondern mit Salton und Dedonius auch Peck & Peck, jeder auf seine Art und um sein Liebesobjekt. Man könnte sich als Autor auf eine Seite schlagen (und vielleicht tut Garmus das innerlich ja auch, doch manchmal wirkt es, als sei ihr die „Unbedingtheit“ ihrer Figuren fremd, als denke sie sich: „Nun kommt doch alle mal runter“), doch sie wertet nicht, ob nun die Liebe zur Lyrik oder die zur Erhaltung des Unternehmens bzw. des geschriebenen Worts „wertvoller“ ist. Gerade als von Matthias Koeberlin mit angenehmer Stimme und wunderbar modulierter Vortragsart gelesenes Hörbuch ist Garmus‘ „Peck & Peck“ eine echte Empfehlung – vielleicht nicht in dem Maße wie es ihr Erstling war, aber immer noch eine Geschichte, die mich für die Hördauer brillant unterhalten hat und der ich eine Verfilmung wünschte, am liebsten mit einem der „üblichen Verdächtigen“ aus den 1980ern a la Robin Williams. Und wer wissen will, was die Überschrift bedeutet, sollte wohl das Hörbuch hören oder das Buch lesen.
Frankenfrosch
4/5
28.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Heldengeschichten?
Bonnie Gamus neuster Roman 'Peck & Peck' fordert als Hörbuch seine Hörerschaft ziemlich heraus. Nicht nur, dass das Hörbuch über 16 Stunden lang ist, was teilweise, nur Dank eines überragenden Matthias Koeberlins, ohne Ermüdungserscheinungen zu schaffen ist. Es liegt auch an der Mischung der einzelnen Erzählstränge. Da ist zunächst Batter Gray, der sich nur für Poesie zu interessieren scheint und selbst in der Collegezeit nicht weiß, wie seine berufliche Laufbahn ausschauen soll. Dichter vielleicht? Da sind seine liebevollen Eltern, die ihren Sohn nach einem Hund benannt haben. Da ist das Lyrikmagazin Peck & Peck, dass Batter schon als Jugendlicher verehrt hat. Da ist der Herausgeber von Peck & Peck, der götter- und diktatorgleich sein Unternehmen führt. Matthias Koeberlins Interpretation geht tief unter die Haut und wer einen despotischen Chef oder Chefin hat, kann sich da ganz schnell getriggert fühlen. Das Ganze wird durch Hundegeschichten von Batters Namensgeber abgerundet, die so haarsträubend sind, dass sie schon wieder Spaß machen. Verbunden werden diese Stränge durch Batter und dessen feines Ohr für Lyrik und dem Wunsch für Poesie zu kämpfen. Einzeln wären mir die Erzählstränge entweder zu unglaubwürdig, zu albern oder zu anstrengend geworden. Wobei es vielleicht beim Lesen etwas mehr Abstand gibt. Doch Bonnie Gamus verwebt ihre Erzählstränge in einer fast magischen Art und Weise, so dass man fasziniert der Stimme Matthias Koeberlin und den Worten Gamus lauscht. Eine vielleicht etwas andere Art sich der literarischen Welt zu nähern, aber eine durchaus hörenswerte.
Lesenswert
aus Bielefeld
4/5
21.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Satirischer Blick auf die Verlagswelt mit einem grandiosen Matthias Koeberlin
"Peck & Peck" von Bonnie Garmus ist ein Hörbuch, dass von Matthias Koeberlin gelesen wird. Und dieser Sprecher gibt wirklich alles
Batter Gray, nach einem heldenhaften Hund benannt, liebt Lyrik und hat ein Ohr für Poesie.. Alle halten ihn deshalb für "absonderlich", bis er eines Tages eine Anstellung bei der renommierten Lyrikzeitschrift Peck & Peck erhält. Es ist nicht ganz das, was er sich vorgestellt hat, aber er liebt seinen Job trotzdem. Und findet sich bald zwischen allen Stühlen, den beiden Herausgebern der Zeitschrift, den 39 Lektoren.
Wir befinden uns im Jahr 1982 in New York und erleben den Werdegang von Batter Gray. Er tut einem schon fast leid, den jeder fragt ihn, wie er denn zu seinem seltsamen Vornamen gekommen ist. Warum der Hund, dem er seinen Namen zu verdanken hat ein Held ist erfahren wir erst im Verlauf des Romans. Bonnie Garmus schildert uns Batters Aufstieg lebendig und nimmt die Verlagsbranche dabei aufs Korn. Sehr überspitzt, mir war es an einigen Stellen zu viel. Wir haben es in diesem Roman mit sehr vielen unterschiedlichen Charakteren zu tun. Abgesehen von Batter und seinem Studienkollegen waren mir die wenigsten sympathisch. Ich hoffe nicht, dass in Verlagen tatsächlich mit den Einsendungen von Autoren so umgegangen wird, wie es der Klappentext bereits verrät. Insgesamt hat mir "Peck & Peck" besser gefallen als "Eine Frage der Chemie", Die Idee mit der Telefonparty fand ich witzig. Was das ist? Selbst lesen oder hören!
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne Matthias Koeberlin bis zum Ende die gesamten fast 17 Stunden durchgehalten hätte. Es war doch teilweise sehr anstrengend und für mich persönlich gab es auch besonders in der Mitte einige Längen durch das Herausstellen des Verlagschefs Salton, der ein richtiges Ekelpaket ist und seltsame Führungsqualitäten an den Tag legt. Nicht nur Saltons Stimme hat Koeberlin grandios interpretiert. Großartig, wie er jedem Charakter eine Stimme gibt, egal ob männlich oder weiblich. Ich hatte allein vom Lauschen von Salton Halsschmerzen und habe mir oft überlegt, wie ein Sprecher das durchhält. Hut ab und Respekt vor dieser Leistung.
Ich gebe dem Roman selbst 3,5 Sterne, Koeberlin hat volle 5 Sterne verdient, was am Ende dann auf 4 Sterne hinausläuft. Wer pointierte und in Teilen auch stark überzeichnete Figuren liebt, dem wird auch dieses Hörbuch gefallen. Ich empfehle auch Fans von Bonnie Garmus, diesen Roman als Hörbuch zu hören, der Sprecher holt viel aus dem Roman heraus, was beim Lesen unter Umständen verloren gehen könnte.
Bewertung
5/5
30.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Poesie und Kommerz
Wow, Peck & Peck war überhaupt nicht was ich erwartet hatte. Es ist kein Buch was man mal eben nebenbei wegliest und auch kein Buch was nach dem Weglegen verarbeitet und vergessen hat. Ich denke gefühlt unaufhörlich an dieses Buch. Und dabei weiß ich nicht so genau wieso.
Der Einblick in das Leben von Batter Grey ist in all seines Schonungs- und Perspektivlosigkeit irgendwas zwischen traurig und ermüdend. Wie kann man so wenig Antrieb haben und gleichzeitig ein derartig geschickter Blender sein, der sich grazil durchs Leben manövriert. Batter hat keinen echten Plan, aber damit fährt er ziemlich gut. Würde er Poesie nicht so lieben würde man denken er wäre ein Hochstapler
Die Story rund um das Verlagshaus mutet schon eigenwillig und geradezu skurril an, aber es macht auch seltsam viel Spaß dieses Chaos und die irrwitzigen Geschehnisse zu verfolgen.
Das Ende war ein Feuerwerk, absolut großartig, wie Batter hier allen ein Schnippchen schlägt und dann seine Rolle als traurige Gestalt nochmal richtig aufleben lässt. Ich finde, das Ende führt die gesamte Geschichte großartig zusammen und macht sie richtig rund.
Vor allem rückblickend habe ich dieses Buch mit all seinem Irrwitz, den Intrigen und Zwistigkeiten sehr genossen und war fast schon enttäuscht, als es vorbei war. Bonnie Garmus hat einfach eine wundervolle Art zu schreiben, Figuren zum Leben zu erwecken und den Leser mitzureißen.
Ist mal ein etwas anderes Buch, aber hat mich durchweg hervorragend unterhalten und man will einfach wissen, wie es weitergeht.
Piet1990
Thalia Book Circle Community
5/5
28.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für ein toller Roman
Ich habe so lange darauf gewartet, dass Bonnie Garmus einen weiteren Roman schreibt, nachdem ich “Eine Frage der Chemie” so sehr geliebt habe. Und dann war es am 13.10. endlich soweit. Ich habe mir das Buch in meiner Buchhandlung besorgt und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht. Was für ein toller Roman, was für eine wunderbare Sprache, was für eine herausragende Geschichte. Ich hab auch dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen und auch hier wünschte ich mir, es nochmal neu lesen zu können.
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5/5
13.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
'Typisch' Bonnie Garmus
Plot: 2/2; Charaktere: 2/2; Schreibstil: 2/2; Lesevergnügen: 2/2; Emotionale Wirkung: 2/2; --> 10/10
Ich liebte dieses Buch. Genau wie 'Eine Frage der Chemie' scheut Bonnie Garmus nicht davor, ausgefallene, außergewöhnliche Charaktere in ihre Geschichte einzubauen. Mehrmals musste ich laut lachen und noch öfter schmunzeln.
Peck & Peck als Firma ist total interessant und man möchte oft gern ins Buch eintauchen, um alles selbst zu sehen und zu erleben. Schließlich am Ende vom Buch weiß man, was man sich vorher schon längst dachte: Dichter sind verrückt
Sehr empfehlenswert!
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4/5
13.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Peck&Peck
Warmherzig, sprach und wortgewandt, witzige kluge, ehrliche Dialoge. „Lyrik ist seine Leidenschaft, doch Lyrik eine brotlose Kunst? „ Batters, Mutter eine großartige Figur. ( auch ihren vierbeinigen Weggefährten habe ich ins Herz geschlossen).
Der Mittelteil war etwas schwach doch das letzte drittel, hat mich wieder sehr begeistert, teilweise wie ein Krimi. An das Buch „Eine Frage der Chemie“ kommt es nicht heran. Trotzdem eine absolute Empfehlung.
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