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Mein Leben als Noiseband Erzählungen

2

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6601

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,6 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43311-9

Beschreibung

Rezension

»Clemens J. Setz schreibt grandiosüber Nerds und das Internet.« ("Was liest du gerade? – ZEIT-Podcast")
»In den Geschichten von Clemens J. Setz ist das Vertraute nach einem Schleudertest zu erleben oder nach einem Praxistest im Beißanzug. Es ist immer noch da. Aber es hat sich mit etwas Fremdem, etwas zutiefst Verstörendem gemischt.« ("Hannoversche Allgemeine Zeitung")
»Eindringlich und unerbittlich legt Clemens Setz in Form einer literarischen Collage ausschnitthaft Innenansichten frei. Dies geschieht immer wieder poetisch, auch tiefsinnig und trotz einer gewissen Nüchternheit sehr persönlich.« ("Die Furche")
»Schönste Sätze, dunkelste Abgründe.« ("Stuttgarter Zeitung")
»Clemens J. Setz [befindet sich] auf seinem Stammgebiet:gesellschaftliche Abweichungen, Behinderungen, die Abgründe der Fürsorge und des Anvertraut-Seins von fremden Leben.Stilistisch ist Clemens J. Setz im neuen Erzählband ohnehin ganz bei sich.« ("Die Presse")
»Die psychologische Tiefe der komplexen Figurenwird immer wieder zum Faszinosum.« ("Rhein-Neckar-Zeitung")
»Immer wieder bringt Setz diese fürsorgliche Haltung gegenüber Menschen, der Natur und Dingen zum Ausdruck, eine grundlegende Empahtie für alles, das existiert, die den Kern von Poesie ausmacht und dem Grauen widersteht.« ("WOZ Die Wochenzeitung")
»Clemens J. Setz schreibt in seinem Erzählband gegen die Schönheit an. Je verzweifelter, desto trauriger, lustiger, schöner.« ("Berliner Zeitung")
»Clemens Setz ist der derzeit innovativste und spannendste Schriftsteller Österreichs, thematisch und formal am Puls der Zeit schafft er psychologisch komplexe, oft exzentrische Figuren, die Lesende herausfordern, überraschen und in ihren Bann ziehen.«
»Setz ... verwendet Sprache nicht zur Beschreibung des Alltäglichen oder der Nacherzählung von Erlebtem, sondern setzt sie als Hebel an den Fugen und Bruchlinien unseres Lebens an, wo sie Sprengkraft entwickelt, den Spalt zwischen Oberfläche und Darunterliegenden so erweitert, dass er in ihn hineinleuchten kann.« ("Salzburger Nachrichten")

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Verkaufsrang

6601

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,6 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43311-9

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    3/5

    08.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    schwierig

    Die zweite Geschichte werde ich in guter Erinnerung behalten. Aber schon diese zweite Geschichte sowie alle nachfolgenden enthalten etwas „Schräges“ und wenig „Glaubhaftes“ in ihren Kernen. Das führt meiner Ansicht nach die Geschichten ins Reich des „Phantastischen“, in welchem alles möglich wird. Aus diesem Grund wird für mich, der ich gebunden bin an die Fesseln der Realität, das Erzählte etwas uninteressant und unglaubwürdig. Ich kann mit dieser Art Literatur nicht viel anfangen. Sie fesselt mich nicht.

  • Oliver_L

    aus Wien

    2/5

    18.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Viel Noise um wenig

    Als literarisch interessiertem Wahl-Wiener sagte mir der Name Clemens J. Setz durchaus etwas; gelesen hatte ich von ihm bisher noch nichts: Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass im deutschsprachigen Bereich Literaturpreise bevorzugt an unleserliche, uninteressante Bücher bzw. Autoren bzw. Autorinnen gehen, und Herr Setz hat schon viele, viele Preise erhalten. Da ich aber Kurzgeschichten liebe und dieses Format im Deutschen arg vernachlässigt wird, habe ich mir den neuen Erzählband von Setz als Einstieg in das Werk des Autors zugelegt. Um das Fazit vorwegzunehmen: Zu meinem neuen Lieblingsautor ist Setz nicht geworden. Gemäß Impressum sind zwei der 19 Geschichten schon vorher erschienen; alle anderen sind also Erstveröffentlichungen. Ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Texten ist nicht zu erkennen; die Länge geht von drei Zeilen bis 111 Seiten; letzteres ist die titelgebende Geschichte. Womöglich handelt es sich um ein abgebrochenes Roman-Projekt, das dann mit ein paar weiteren Texten aufgefettet wurde, um ein ausgewachsenes Buch von knapp 400 Seiten zu füllen. Passend zu den Geschichten von sehr unterschiedlichem Charakter ist mein Eindruck zwiespältig. Um mal mit dem Positiven anzufangen: ›Signora Sander‹ ist das schriftstellerische Highlight des Bandes. Mit gut 20 Seiten ist es eine gute Länge für eine Kurzgeschichte, und auch das Thema ist dem Umfang angemessen: Ein Vater sammelt für den Geburtstag seiner (Scheidungs-)Tochter Andenken an frühere Fahrten und Erlebnisse ein. Das ist warmherzig und humorvoll erzählt, und es finden sich viele wunderbare, originelle Formulierungen: »Und da war der abendliche Himmel plötzlich, ganz ohne die Geburtshilfe eines Flugzeugs, voller Paraglider, was war das … Sie trudelten kontrolliert durch die Luft, beunruhigend ursprungslos, wie eine spontane Eiterbildung der Atmosphäre, Gerstenkörner im Augenwinkel der Erde …« (S. 254). Schön! Und, wichtiger noch: In diesem Fall passt es zur Atmosphäre der Story. Das heißt nicht, dass diese Geschichte perfekt wäre: Das Ende ist vorhersehbar, und wie so oft bei Setz, ist es eher ein Anti-Klimax. Manche Erzählfäden (wie um den Herrn aus Utrecht) tauchen auf und verschwinden ebenso unmotiviert wieder. Dennoch, da wir im Deutschen mit gelungenen Kurzgeschichten nicht verwöhnt sind, dachte ich: Geht doch! Warum nicht mehr davon? Denn die anderen Texte bleiben leider dahinter zurück. Oftmals hat der Autor zwar eine originelle Idee, wie etwa gleich bei der ersten Geschichte: Der Ich-Erzähler begegnet in der U-Bahn seinem erwachsenen Sohn – obwohl dieser infolge einer Fehlgeburt starb. Originelle Idee! Aber der Autor präsentiert sie gleich zu Beginn (daher spoilere ich hier nicht), redet dann einige Seiten um sie herum, weiß dann aber nichts mit der Idee anzufangen. Das Muster findet sich leider bei vielen Texten: Es wirkt so, als sei Setz von seinen Ideen, Einfällen oder Fundstücken (bevorzugt aus dem Internet) so fasziniert, dass er versucht, diese Faszination der Leserschaft zu vermitteln – worüber er das schriftstellerische Handwerkszeug liegen lässt. Irgendwann, so mein Eindruck, verliert er das Interesse oder die Lust, und dann endet der Text halt. Besonders ausgeprägt ist dies bei dem letzten, längsten und titelgebenden Text. Trotz des Titels ist er in der dritten Person erzählt: Es wird v.a. über Paul berichtet, einen (relativ) jungen Mann, der offenbar nur ein Interesse hegt und pflegt: Eben sein Leben als Noiseband, meistens als Ein-Mann-Band. Ich nehme an, dass dieses Thema auch den Autor interessiert. Mein Interesse wurde nicht geweckt; eher im Gegenteil. Die Erzählung plätschert so dahin; wir erfahren viel zu viel über jene hochgradig uninteressante Hauptfigur, und die einzige Überraschung besteht eigentlich darin, dass Paul eine Partnerin findet mit kompatiblen obskuren Interessen. Das alles ist zwar zumeist gut lesbar geschrieben, und es ist Setz hoch anzurechnen, dass er es versteht, seinen Stil zu variieren. Womöglich ist unter den Texten auch die eine oder andere Stil-Übung. Was Kurzgeschichten betrifft, so erreicht Setz aber leider auch nicht annähernd etwa das Niveau eines George Saunders.

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