Finkenwerder im 19. Jahrhundert: Auf der Grenze zwischen Preußen und Hamburg in Zeiten der Cholera kämpft eine junge Frau um den Apfelgarten ihrer Familie und um ihre Liebe.Der Auftakt eines epischen Zweiteilers vor norddeutscher Kulisse.Finkenwerder 1892: Seit dem Tod ihrer Mutter findet die junge Kea Loop nur Trost in deren altem Apfelgarten. Dort will sie den perfekten Apfel züchten. Als endlich ein vielversprechender Sämling keimt, gibt es allerdings ein Problem: Er wächst hinter der Landesgrenze, die ihre Elbinsel Finkenwerder in Hamburg und Preußen teilt – schlimmer noch: hinter der Grenze zu den Rentfelds, ihren verfeindeten Nachbarn. Als Kea dennoch hinüberschleicht, wird sie von Kristen, dem Knecht der Rentfelds, erwischt. Was Keas Apfelprojekt ein jähes Ende bereiten könnte, ist der Beginn einer großen Liebesgeschichte. Ihr Vater indessen hat andere Pläne... Gleichzeitig bricht in Hamburg die Cholera aus, und die Grenze zwischen Hamburg und Preußen wird unpassierbar. Doch Kea kann Kristen nicht vergessen. Um ihn wiederzusehen, muss sie sich selbst in Gefahr bringen, Klassen- und Landesgrenzen überwinden und ihre alte Welt in Trümmer legen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
28.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein grandioser Auftakt
Die Geschichte beginnt 1897 in Finkenwerder. Hier lernen wir Kea kennen, sie träumt davon, den perfekten Apfel zu züchten. Sie liebt was sie tut, allerdings darf ihr Vater davon nichts wissen. Der alte Garten ihrer verstorbenen Mutter liegt ihr hier sehr am Herzen. An diesem geheimen Ort, trifft sie auf Kristen. Die beiden verstehen sich richtig gut, allerdings ist er nur ein einfacher Knecht und sie, die Tochter des reichsten Finkenerders. So wie das Schicksal es will, trennen sich ihre Wege, denn er wird Seemann. Fünf Jahre später kehrt Kristen zurück. Die Liebe entfacht erneut, aber eigentlich haben sie nie einander vergessen. Aber so eine Beziehung war in der damaligen Gesellschaft nicht geduldet. Hier lernen wir auch Rosa kennen, ihre Cousine. Sie ist bei Keas Familie länger zu Gast, aus Gründen, die in der damaligen Zeit des öfteren vorkamen. Schließlich bricht dann auch noch die Cholera erneut aus und die Ereignisse überschlagen sich.
Insgesamt ein sehr schöner historischer Roman, mit einer sehr gut recherchierten Kulisse. Der Schreibstil ist fließend und bildhaft, aber auch atmosphärisch. Die Protagonisten wurden hier sehr liebevoll ausgearbeitet. Abwechselnd wird hier aus der Sichtweise von Kea und Kristen erzählt, aber auch Erna Rentfeld, denn sie spielt auch eine gewisse Rolle in dieser Geschichte. Die Spannung wird hier ehr langsam aufgebaut, der Mittelteil ist sehr interessant, denn hier wird ein Geheimnis entdeckt. Dieses wird aber auch nicht gleich gelüftet. Zum Ende hin wird es richtig spannend und abenteuerlich, aber auch etwas traurig. Hier hofft man, das in Band zwei, die Gerechtigkeit siegt und das die Geschichte positiv endet.
Dieser Roman hat mir sehr schöne Lesestunden beschert und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die im April 2027 erscheinen wird.
Bewertung
aus Quirnbach
5/5
20.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Dramatisch
Ich lese die historischen Bücher von Rebekka Frank (Eder) unheimlich gern. Auch dieses hat mir sehr gut gefallen und ich muss immer wieder an die Geschichte zurückdenken. Die Charaktere sind perfekt gezeichnet und man fiebert richtig mit und ist total in der Geschichte gefangen. Man lernt hier ein Hamburg kennen, in dem die Cholera tobt und die Menschen um ihr Leben kämpfen. Auch hier merkt man die Spanne zwischen Arm und Reich wieder einmal deutlich. Ich bin froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben, in der die Hygiene und Medizin noch nicht so weit war und viele jämmerlich gestorben sind. Aber der Zusammenhalt der Menschen ist hier ganz toll beschrieben und die Protagonisten sind einem während des Lesens ans Herz gewachsen. Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt und freue mich darauf, wieder von Kea, Kristen und allen anderen zu lesen.
Bewertung
aus Gudensberg
5/5
18.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Der geheime Apfelgarten
Wiedermal ein wunderschöner Roman der tollen jungen Schriftstellerin Rebekka Eder.Historisch interessant, gut und fließend geschrieben auch die Liebe spielt wieder eine große Rolle.Der große Unterschied zwischen den gesellschaftlichen Schichten und natürlich familiäre Geheimnisse.Sehr spannend ich freue mich auf die Fortsetzung.
Ivonne
Thalia Book Circle Community
5/5
25.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr schöner Reihen Auftakt mit historischen Flair
Ein Cover was richtig schön ist und mir sofort gefallen und gleichzeitig lädt es zum lesen ein.
Das Cover passt super zur Geschichte.
Der schreibstil der Autorin ist richtig schön locker und flockig ich habe mich von der ersten Seite an richtig wohl gefühlt und habe jede Seite und Moment genossen.
Eine ganz tolle historische Geschichte im Jahr 1892.
Die Protagonisten sind toll und jeder ist einzigartig so wie er sein soll durch den lockeren schreibstil sind mir die ein oder andere Protagonisten ans herz gewachsen und es hat mir Spaß gemacht sie zu begleiten.
Die Handlungen sind Authentisch und lebhaft erzählt sodass man sich wohl fühlt und das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte da es aber auch spannend wird,emotional und durch das Setting richtig schön Atmosphärisch .
Wir lesen aber auch über Grenz Konflikte und Cholera die sehr gut in die Geschichte mit eingebaut sind
Das Setting ist toll und ich konnte es mir sehr gut vorstellen ,ein sehr schöner Apfel Garten rund um den Finkenwerder.
So schön zu lesen
Es ist ein Auftakt eines zwei teilers der Elbinsel-Saga von Rebekka Eder zwischen Hamburg und dem alten Land und bin ich auf dem zweiten Teil gespannt.
Sabine
5/5
17.09.2026
eBook (ePUB)
Schlafräuber
Als erstes hat mich das Cover angezogen und dann natürlich der Titel. Er erinnerte mich an ein Buch, das ich gelesen habe.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und „einnehmend“. Ab der ersten Seite hat mich das Buch mit in die Zeit und die Geschichte genommen. Sofort war ich an Keas Seite und habe sie begleitet.
Und nicht nur sie ist mir ans Herz gewachsen, sondern auch Rosa, Kirsten, Trino, der kleine Willi, die beiden Vierbeiner und noch der ein oder andere.
Natürlich gibt es auch hier nicht nur sympathische Charaktere, sondern auch richtig unsympathische. Aber das macht ja eine gute Geschichte aus.
Es war eine Zeit, in der die „Oberschicht“ oftmals rücksichtslos gegen ihre „Leibeigenen“ waren. Auch Frauen hatten einen schweren Stand. Die Frauen der „Oberschicht“ hatten eigentlich nur zu gehorchen, erst dem Vater, dann dem Ehemann, und allenfalls zu repräsentieren. Und wenn ein Mann ihnen „Unrecht“ angetan hat, waren es die Frauen, die Schuld und Schande trugen. Die Frauen der „Unterschicht“ waren auch „Freiwild“ für ihre Herrschaften.
Alle Charaktere sind gut vorstellbar beschrieben. Ich hatte zu jedem ein Bild vor Augen
Auch die Orte sind so bildhaft beschrieben, dass diese direkt vor meinem inneren Auge entstanden sind. Einige Orte kenne ich, aber natürlich zu heutiger Zeit. Besonders der Apfelgarten und seine Wandlung - in die ein und leider auch wieder in die andere Richtung - hat es mir angetan. Ich hatte die Düfte in der Nase, die Farben vor Augen, die Geräusche im Ohr, den Geschmack des Apfels auf der Zunge.
Es war eine Reise in die Vergangenheit, in schwere Zeiten. Die Autorin hat hier reale Orte und damalige Geschehnisse gut eingearbeitet. Das macht das ganze nochmal interessanter, ja realer.
Mir ist so mancher kalte Schauer den Rücken runter gelaufen. Häppchenweise bekommt man beim Lesen einige Informationen zu Keas Mutter, was ist wirklich mit ihr passiert? Vieles bleibt noch offen.
Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, war traurig, wütend, habe gehofft, gebangt, bin ganz und gar mit allen Sinnen in die Geschichte getaucht.
Ich hätte immer weiterlesen können, leider endet die Geschichte „mittendrin“. Ich kann es kaum abwarten, bis der zweite Band erscheint.
Gern gebe ich eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne, gefühlt sind es aber 10.
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