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Produktbild: Das bestellte Urteil

Das bestellte Urteil Der Strafprozess gegen Carl Ludwig Sand wegen Mordes 1819/20

2

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Abbildungen

25, mit 25 z.T. farb. Abb.

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

276

Maße (L/B/H)

22,7/14,6/2,5 cm

Gewicht

504 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-6127-0

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Abbildungen

25, mit 25 z.T. farb. Abb.

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

276

Maße (L/B/H)

22,7/14,6/2,5 cm

Gewicht

504 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-6127-0

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

Email: info@wallstein-verlag.de

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  • Manfred Orlick

    aus Halle (Saale)

    5/5

    25.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historisch äußerst interessant

    Der erfolgreiche Schriftsteller und Dramatiker August von Kotzebue wurde am 23. März 1819 in Mannheim von dem Theologiestudenten und Burschenschafter Karl Ludwig Sand mit Messerstichen ermordet. Es war das erste politische Attentat in der neueren deutschen Geschichte. Mit seinem Spott hatte Kotzebue die politisch progressiven Kräfte, vor allem die Studenten, gegen sich aufgebracht. Sand, der in Kotzebue einen „Verräter“ des deutschen Vaterlandes sah wurde nach einem langen Prozess vor dem Mannheimer Hofgericht zum Tode durch das Schwert verurteilt und am 5. Mai 1820 öffentlich hingerichtet. Die Juristin Karen Schobloch beleuchtet in ihrem neuen Buch „Das bestellte Urteil“ diesen mehr als zweihundert Jahre zurückliegenden Strafprozess. Dafür hat sie intensiv in Archiven recherchiert und mehrere Hundert Seiten der Originalprozessakten ausgewertet. Das Studium offenbarte, unter welchem politischen Druck der Prozess stand. Er sollte die bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse stabilisieren und der Unterdrückung nationaler und liberaler Bewegungen dienen. So nahm ein politisch vorgegebenes Urteil Gestalt an. Der Prozess fiel in die Restaurationszeit und den Vormärz, die direkt auf den Winer Kongress (1814/1815) folgten. Mit den Karlsbader Beschlüssen vom 20. September 1819 wurden schließlich unter anderem die Meinungs- und Pressefreiheit durch strenge Zensur eingeschränkt, Burschenschaften und Turnvereine verboten sowie liberale Professoren überwacht oder aus dem Dienst entlassen. Auf knapp 300 Seiten zeichnen die detaillierten Ermittlungen und Verhöre ein faszinierendes Bild der politischen Verhältnisse des Vormärz und damit einer ganzen Epoche.

  • Bewertung

    5/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Kriminalfall aus der Rechtsgeschichte

    Was für ein Buch: Wissenschaft und erzählerischer Zauber sind hier auf versierte Weise vereint – gewissermassen ein Kriminalfall aus der Rechtsgeschichte. „Das bestellte Urteil“ beschränkt sich mitnichten auf eine wissenschaftlich fundierte strafgeschichtliche Aufarbeitung. Karen Schoblochs neues Buch ist auch erzählerisch durchwegs gelungen. Der Prozess gegen Carl Ludwig Sand wird von der Autorin minutiös recherchiert, aufgearbeitet und anschliessend aus verschiedenen Perspektiven neu entfaltet. Unter sorgfältiger Auswertung der Originalprozessakten führt uns die belesene Autorin mit juristischer Genauigkeit durch diesen bedeutenden Gerichtsprozess und darüber hinaus in die Abgründe des Menschseins. Dabei erschliesst sie dem Leser beiläufig rechtliche und politische Zusammenhänge neu und führt ihm den unbändigen Willen zur Macht plastisch vor Augen. Der geschmeidige Textfluss ermöglicht auch interessierten Laien problemlos den Zugang. Eine in vielfältiger Hinsicht bereichernde Entdeckung unter den diesjährigen Buchneuheiten.

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