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Produktbild: Christus kam nur bis Eboli

Christus kam nur bis Eboli

Aus der Reihe Quartbuch
6

29,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

606

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22/14,7/3,5 cm

Gewicht

511 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Originaltitel

Cristo si è fermato a Eboli

Übersetzt von

Martin Hallmannsecker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8031-3391-5

Beschreibung

Rezension

»In Carlo Levis Blick ist nichts Autoritäres, er wollte niemanden in der Zeit einfrieren. Es ist ein vielleicht unbewusstes Lob des Randständigen, eines Orts, der absichtsvoll im Abseits bleibt.«
Claudia Durastanti

Produktdetails

Verkaufsrang

606

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22/14,7/3,5 cm

Gewicht

511 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Originaltitel

Cristo si è fermato a Eboli

Übersetzt von

Martin Hallmannsecker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8031-3391-5

Herstelleradresse

Wagenbach Klaus GmbH
Emser Strasse 40/41
10719 Berlin
DE

Email: mail@wagenbach.de

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    30.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Die Monate, die Levis Leben für immer veränderten

    Carlo Levi wurde von den Faschisten wegen seiner politischen Ansichten in ein süditalienisches Dorf verbannt. Was er dort erlebte, verarbeitete er in diesem Buch. Eine Erfahrung, die ihn so prägte, dass er auf dem Friedhof des Dorfes begraben werden wollte. Er der Turiner Arzt, der in Rom Karriere als Künstler und Politiker machte. Seine Beschreibung der Sassi von Matera, der Höhlensiedlung, derentwegen Matera 2019 Kulturhauptstadt Europas war, erschütterte die italienische Nachkriegspolitiker und half Massnahmen zu ergreifen. Das Buch wurde 1979 von Francesco Rosi verfilmt. Die Drehorte kann man heute besuchen, auch wenn sie vom Irpinia-Erdbeben beschädigt wurden. Carlo Levi verliebte sich in diese Gegend, die damals Lucania hiess und heute die Region Basilicata bildet. Diese Mischung zwischen hartem Leben, miteinander teilen was man hat und Fokus auf das Wichtige zum Leben, ging ihm unter die Haut. Er fühlte sich dem Ort so verbunden, dass er, der Kommunist aus der Stadt mit jüdischen Vorfahren, den Wunsch äusserte, auf dem katholischen Friedhof des Dorfes begraben zu werden.

  • Bewertung

    5/5

    14.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Christus kam nur bis Eboli

    Gerade im heutigen Umfeld scheint es mir sehr wichtig zu sein, wenn man sich vergegenwärtigt, wie in Italien zur Zeit der Fascio-Herrschaft mit Opponenten umgegangen ist. Zudem gibt es natürlich auch einen guten Einblick in die fast schon mittelalterliche Situation des Mezzogiorno und den dort lebenden Menschen. Absolut lesens- und bedenkenswert!

  • Bewertung

    aus Wilhering

    5/5

    07.10.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Christus kam nur bis Eboli

    Eine sehr gute Beschreibung der Lebensumstände der Bauen in Süditalien zur Zeit von Carlo Levi der dort in der Verbannung war.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    03.05.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Buch, das Sie durch Ihr ganzes Leben begleiten wird.

    Carlo Levi, Arzt, Maler, Journalist aus Turin, wurde 1935 in die Verbannung nach Süditalien geschickt. Zwei Jahre lang lebte er in einem kleinen, armseligen Dorf mit den Bauern zusammen. Das Elend dort war groß, denn das Dorf lag südlich von Eboli. Und wie wir Alle nach der Lektüre des Buches begriffen haben: "Christus kam nur bis Eboli". Alle anderen Orte sind wohl von ihm vergessen worden? Ein kluges, sehr zu Herzen gehendes Buch.

  • Bewertung

    4/5

    21.04.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Gesellschaftspolitische Reportage und persönlicher Lebensbericht

    Der Autor Carlo Levi stammte aus einer grossbürgerlichen jüdischen Familie aus dem Piemont. Er war Arzt, Maler, Schriftsteller und Politiker. In diesem Werk erzählt er uns seine Lebensgeschichte als politisch Konfinierter zur Zeit des italienischen Faschismus. Verbannt in den Süden Italiens, genauer nach Lukanien (Basilikata), kommt er in eine verlassene, sehr arme und von Krankheit gebeutelte Region. Die Menschen dort, sagen sie seien keine Christen und keine Menschen, sondern Tiere. Christus sei nur bis Eboli gekommen. Das fiktive Dorf Gagliano liegt auf einem kalkigen Hügel, der ständig von Erdrutschen bedroht ist. Die Bewohner von Gagliano sind komplett unterversorgt und leben in fensterlosen Höhlen gemeinsam mit ihren Tieren. Die Bauern, die täglich mehrere Stunden zu Fuss unterwegs sind, um ein bisschen Land zu bewirtschaften, fühlen sich von der zentralen Regierung in Rom verlassen. Der Erzähler wird durch seinen angenehmen Charakter, der weder urteilt noch sich in die fremden Lebensumstände einmischt, sehr geschätzt. Zudem sind seine medizinischen Kenntnisse für die Dorfbewohner von grossem Nutzen, jedoch wird ihm die praktische Ausübung des Arztberufes zeitweise von den Mächtigen verboten. Die Bücher und Briefe des Erzählers werden zensiert und überhaupt spielen Macht und Ohnmacht in dieser Erzählung eine grosse Rolle. Die Bauern werden ausgebeutet und resignieren schliesslich. Von Zeit zu Zeit regt sich allgemeiner Widerstand gegen die Missstände. Im Allgemeinen spürt man jedoch ein grosses Desinteresse gegenüber der Politik. Ein weiteres zentrales Thema ist die Kirche und die Magie. Beides ist nicht klar voneinander trennbar. Die Messen werden selten besucht, jedoch gibt es viele heidnische Bräuche, die ganz selbstverständlich in jeder Familie gelebt werden. Die Frauen sind in der Überzahl und spielen eine grosse Rolle in der Dorfgemeinschaft. Viele Männer sind nach Amerika ausgewandert, kehren oftmals aber aufgrund falscher Versprechungen in ihr Dorf zurück. Das Buch kann als persönliche Reportage oder politisches Manifest gelesen werden und ist sowohl politisch wie auch gesellschaftlich sehr interessant. Es ist dem italienischen Neorealismus zuzuordnen. Der Inhalt ist unspektakulär und wird ruhig und sachlich beschrieben. Dies widerspiegelt gut die grosse Leere und Trostlosigkeit des Lebens dieser verlassenen Menschen. Aus meiner Sicht handelt es sich um eine absolut lesenswerte Erzählung. Leider konnten die folgenden Texte des Autors nicht mehr an den Erfolg dieses Buches anknüpfen. Das Buch wurde zudem unter der Regie von Francesco Rosi 1978 verfilmt und ist ebenfalls sehr lohnenswert.

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