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Stolz und Zweifel. Eine Verteidigung der Mutterschaft Ein Buch über das Muttersein in der heutigen Gesellschaft | Nach »Klassenbeste« und »Erbgut«

2

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2026

Verlag

HarperCollins Hardcover

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/3 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-00800-3

Beschreibung

Rezension

»Geschickt verbindet Hobrack eine Vielzahl von Quellen aus Kulturgeschichte, feministischer Theorie und Ökonomie mit sehr offenherzigen Einblicken in ihr persönliches Leben.« ("MDR Kultur")
»(...) eine interessante Lektüre.« ("MDR Kultur")
»Ein Buch räumt auf. Gründlich. Marlen Hobrack stellt die von mehreren Generationen brav verinnerlichten Glaubenssätze, die Mutterschaft wahlweise als Überforderung, Verlust oder Rückschritt deuten, konsequent auf den Prüfstand.« ("Die Tagespost")
»Das Buch argumentiert zugespitzt, aber kontrolliert, und gewinnt gerade daraus seine Energie. Ein Essay, der Widerspruch sucht und dabei produktiv zu denken gibt.« ("SANITÄTSHAUS AKTUELL MAGAZIN")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2026

Verlag

HarperCollins Hardcover

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/3 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-00800-3

Herstelleradresse

HarperCollins Hardcover
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: vertrieb@harpercollins.de

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    25.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Herzen danke - ich fühle mich endlich gesehen und verstanden!

    Endlich existiert das Buch, von dem ich mir schon seit Jahren, seit ich selbst Mutter geworden bin, gewünscht habe, es zu finden! Denn seit ich meine Tochter auf die Welt gebracht habe, habe ich mich so oft nicht gesehen und nicht verstanden gefühlt, so als wäre ich politisch und intellektuell plötzlich heimatlos geworden. Denn in Bezug auf die komplexe Herausforderung zwischen der unglaublichen Transformation, die die Mutterschaft mit sich bringt, und allem, was mich sonst noch ausmacht, habe ich mich weder von den vielen, oft gefeiert kinderfreien Feministinnen, die auf Social Media so laut sind, noch von konservativer Seite, die so viel von dem, was mich insgesamt ausmacht, nicht sehen will, wirklich verstanden gefühlt: "Es gibt keine Möglichkeit, Mutter zu werden und neurologisch wie psychologisch dieselbe zu bleiben. Leider finden wir werden kulturell insgesamt noch in der feministischen Theorie im Speziellen positive Bilder oder überhaupt Bilder und Worte für diese Verwandlung. Die (...) Abwesenheit von Ritualen des Übergangs lässt die Verwandlung in einem luftleeren Raum stattfinden; so muss diese zwangsläufig zu Gefühlen von Verlust und Trauer führen. An die Stelle des Alten tritt zumeist kein Gefühl des Neuen." (S. 151) So oft habe ich feministische Forderungen gehört, in denen Mutterschaft abgewertet wird, auf jegliche Zeit mit den Kindern verächtlich herabgeblickt wird und als einzige Lösung für alle Probleme gebetsmühlenartig "Ausbau der Kinderbetreuung" geschrien wird. Doch jetzt hat Marlen Hobrack endlich ein Buch herausgebracht, das neue Gedanken enthält und nicht die immer gleichen Thesen wiederholt. Klug und reflektiert verbindet die Autorin ihre eigene Erfahrung als Mutter von drei Kindern mit der intellektuellen Auseinandersetzung mit diversen feministischen Theorien. Die Autorin zeigt klar auf, über was für einen blinden Fleck weite Teile des heute verbreiteten Feminismus in Bezug auf die Mütter und Kinder verfügen und wie dieser sich historisch entwickelt hat, auch dadurch verstärkt, dass viele der lautesten feministischen Stimmen (Simone de Beauvoir, Alice Schwarzer, Gloria Steinem, bell hooks,...) historisch betrachtet keine Kinder hatten und wollten, oder jedenfalls nicht in einer heterosexuellen Beziehung mit einem Mann. Damit ist die Perspektive der heterosexuellen, in einer Beziehung mit einem Mann lebenden und gemeinsam Kinder aufziehenden Frau in vielen feministischen Strömungen stark unterrepräsentiert, ebenso wie aber auch die vieler Alleinerzieherinnen und von Müttern in verschiedensten Lebenssituationen insgesamt: "Die Rede vom Ende der Geschlechterbinarität hat nur über den Ausschluss der Mütter funktioniert." (S. 40) Am lautesten sind oft die Stimmen der Feministinnen, die ihr Leben unbeeinflusst von Kindern gestalten und aus dieser Erfahrung auch für andere Frauen Lebensentwürfe fordern, die für viele Mütter nicht lebbar sind und sie vor eine unlösbare Zerreißprobe stellen, oder überhaupt keinen Blick für die Bedürfnisse und Wünsche vieler Mütter haben. Heutige Frauen mit Kindern werden oft von allen Seiten heftig attackiert: von konservativer Seite dafür, wenn sie vermeintlich nicht genug für ihre Kinder da seien, aber auch von vermeintlich progressiv-feministischer Seite dafür, wenn sie vorübergehend weniger oder Teilzeit arbeiten, ihre Karriere und die ach so gepriesene Selbstverwirklichung nicht mehr so vorantreiben und damit selbst schuld seien, wenn sie sich vom Mann abhängig machen würden oder mal kaum Rente bekommen würden. Dabei wird ein systemisches Problem, das daher kommt, dass unsere Sozialversicherungssysteme immer noch auf dem vollzeitarbeitenden Mann als Ideal aufgebaut sind, individualisiert: "Die vom zeitgenössischen Feminismus verschleierte Wahrheit lautet, dass Mütter inzwischen nicht mehr (oder nicht mehr nur) am Patriarchat leiden, sondern ebenso stark an den Anforderungen, die feministische Politik formuliert." (S. 68) "Der häufig vorgebrachte Einwand, eine Frau, die längere Zeit die Erwerbstätigkeit unterbricht, "gefährde ihre Rente", ist eine ideologisch manipulierende Aussage: nicht die Frau gefährdet ihre Rente, sondern das Sozialsystem, das Mütter systematisch benachteiligt. Es war und ist ein Skandal, dass diejenigen, die durch die Geburt von Kindern überhaupt das umlagefinanzierte Rentensystem ermöglichen, von diesem fundamental benachteiligt werden." (S. 90) Kein Wunder, dass immer mehr Bücher erscheinen, deren Autorinnen beklagen, wie mühselig Mutterschaft geworden sei - auch das erwähnt die Autorin mehrfach in ihrem Buch, denn sie hat viele dieser Werke gelesen und rezensiert - und dass immer mehr junge Frauen sich gegen Kinder entscheiden und gleichzeitig konservative Rollenbilder, auf die Spitze getrieben von den Influencerinnen namens Trad-Wives, für manche wieder Sehnsuchtsfantasien darstellen: "Es tut weh, das zu tippen: Aber tatsächlich hat das Widererstarken konservativer Rollenbilder sehr viel mit feministischen Abwertungsprozeduren zu tun, die keine positiven Rollenidentifikationen mehr zulassen." (S. 64) Grundsätzlich ist es in vielen Teilen ein anspruchsvolles Buch auf hohem intellektuellem und theoretischem Niveau. Aufgelockert wird das immer wieder auf sympathische Art dadurch, wie die Autorin persönlich aus ihrem Leben und von ihren Erfahrungen erzählt: davon, wie sie ganz jung ihren ersten Sohn bekommen hat, alleinerziehend war, aber viel durch ihre Mutter unterstützt wurde, sodass sie trotzdem ihr Abitur machen und studieren konnte. Wie viel Abwertung als ganz junge Mutter sie ertragen musste und wie bezeichnend es für sie war, dass sie für ihren Bachelorabschluss Stolz und Bewunderung bekam, aber nicht für ihre Mutterschaft. Wie sie später mit ihrem Partner dann noch zwei weitere Kinder bekam. Und wie sie gerade unter ihrer persönlichen Linse der Introvertiertheit und Neurodivergenz in ihrer Familie die Vorzüge der von feministischer Seite oft so kritisierten Kleinfamilie als Schutz und Rückzugsraum, in dem persönliche Authentizität gelebt werden kann, beschreibt: "Familie war und ist für mich Sicherheit, Fluchtraum. Sie ist für mich Raum des Authentischen, in dem Intimität gelebt werden kann..." (S. 74) Auch hier wieder schreit es in mir: ja, ja, ja! So geht es mir auch! Endlich eine, die das so benennt und dazu steht! Es ist ein kluges und differenziertes Buch, das viele neue Gedanken aufzeigt, bei denen es nicht darum geht, dass alle von uns jedem einzelnen zu 100 Prozent zustimmen müssen, aber bei denen ich sehr froh bin, dass sie mit diesem Buch nun endlich öffentlich in der Welt sind und hoffentlich von vielen Menschen rezipiert, diskutiert und weiterentwickelt werden. Ganz besonders wünsche ich mir auch, dass viele von denen, die von diesem einseitigen, kinder- und mütterfeindlichen Feminismus beeinflusst sind, der immer noch so stark viele feministische Diskurse prägt, auf dieses Buch aufmerksam werden, es lesen und sich mit den Gedanken darin auseinandersetzen, vielleicht eigene Positionen überdenken, beginnen, mit Müttern ins Gespräch zu kommen und ihnen zuzuhören. Vielleicht kann dann eine neue gesellschaftliche Bewegung entstehen, die Mutterschaft wieder mehr schätzt, es Frauen leichter macht, Mütter auf eine Art zu werden und zu sein, die sie nicht ständig zerreißt und ausbrennt und es damit auch jenen jungen Frauen, die grundsätzlich Kinderwunsch hätten, aber ihn sich nicht mehr umzusetzen trauen, leichter macht, Rahmenbedingungen für sie zu schaffen, gut Mütter zu sein zu können. Vielen Dank für dieses differenzierte, kluge, mutige Buch!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutterschaft in der heutigen Zeit neu denken

    In ihrer neuesten Veröffentlichung „Stolz und Zweifel. Eine Verteidigung der Mutterschaft“ widerspricht Autorin und Dreifachmutter Marlen Hobrack dem vorherrschenden Narrativ, dass Mutterschaft hauptsächlich Überforderung, Verzicht und Karriere bedeuten soll.   „Ich kann es niemandem verdenken, der nicht Mutter werden will in Anbetracht der Abhängigkeit der kindlichen Existenz. Muttersein, Mutter zu werden, ruft einem die schiere Ungeheuerlichkeit des Seins in Abhängigkeit vor Augen. Vielleicht gab es eine Zeit, vielleicht gab es einen Ort, an dem das Muttersein zuerst und vor allem Glück verhieß. Oder ist das schon Utopie? Sagen wir es anders: Womöglich gab es Orte und Zeiten, in denen die Mutterschaft nicht zuallererst Zweifel, Einsamkeit, Erschöpfung und Selbstaufgabe bedeutete. Und wenn es sie nicht mehr gibt, diese Orte und Zeiten, was wäre dann zu tun, um mit voller Befriedigung, voller Glück vom Muttersein, der Mutterschaft sprechen zu können? Mmm, Mutterschaft – wo läge die Quelle ihres Glücks? Lustvoll, ja, stolz, nicht nur von der Mutterschaft zu sprechen, sondern mit ihr glücklich zu sein: Wäre das möglich? Ich will von Stolz erzählen, von der Zufriedenheit, die das Leben als Mutter bedeutet. Ist das schon Zumutung? Vielleicht ist es das. Vielleicht mutet die Erzählung von Mutterschaft als Quelle von Stolz und Glück wie ideologische Verführung an. Ich bin eine Verführte, doch nicht von der Ideologie.“   Marlen Hobrack hinerfragt aktuelle, feministisch geprägte Diskurse wie z.B. „Regretting Motherhood“, in denen Fürsorge und Muttersein fast ausschließlich als Last oder persönlicher Verzicht gesehen werden. Ihr Buchtitel sagt es schon: Mütter haben ihrer Meinung nach das Recht auf Stolz UND Zweifel. Sie verteidigt das Recht, die intensiven Erfahrungen von Mutterschaft weder zu verklären noch bereuen zu müssen. Neben ihrer persönlichen Lebensgeschichte (zum ersten Mal sehr jung und alleinerziehend Mutter geworden, später mit Partner zwei weitere Kinder bekommen) bringt die Autorin zahlreiche gesellschaftliche und feministische Aspekte ein.   „Stolz und Zweifel“ ist ein Plädoyer für Bindung und Selbstbehauptung; ein Aufruf, Mutterschaft in der heutigen Gesellschaft nicht länger als Makel zu sehen, sondern neu zu denken.   „Zu den Herausforderungen des Buches für die Leser und Leserinnen wird gehören, dass meine Position politisch, feministisch und philosophisch schwer einzuordnen ist. Ich weiß um die Risiken, die diese mangelnde Einordbarkeit mit sich bringt: Man riskiert Anwürfe von allen politischen Seiten. Ich kritisiere den Feminismus als Feministin. Viele meiner Positionen sind sehr links, manche könnten als liberal verstanden werden. Andere sogar als konservativ. Ich habe dieses Buch geschrieben, um etwas aufzubrechen. Um den gegenwärtigen Diskurs des Mutterunglücks, der, wie ich glaube, sehr schädlich ist, zu zertrümmern. Wir müssen von vorn beginnen, Mutterschaft grundlegend neu denken; die Trümmer des Diskurses auflesen und das, was noch verwertet werden kann, neu zusammensetzen. […] Mein Ziel ist nicht Zustimmung, sondern Verunsicherung. Eine Destabilisierung dessen, was wir über die Mutter, ihre Emanzipation und ihre Gefühle zu wissen meinen. Dieses Buch ist eine Aufforderung: Die Aufforderung, die Weinerlichkeit, das Selbstmitleid, die Opferrolle abzulegen und hemmungslos dem Genuss, oh ja, dem Genuss des Mutterseins zu frönen. Gerade weil wir zuvor die Mühen, das Tal der Tränen durchschreiten müssen. Und wenn Sie nun lachen, wenn Sie den Genuss in der Mutterschaft für unmöglich halten, dann sind Sie schon Teil des Problems, das es zu diskutieren gilt. Nur Mut. Es kann nur besser werden!“     Man muss meiner Meinung nach nicht allen Aussagen der Autorin zustimmen, um hier etliche interessante und kluge Denkanstöße zum Thema Mutterschaft und Fürsorge (Care Arbeit) zu bekommen.   Vielen Dank an den Harper Collins Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

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