Was passiert, wenn der Funke in dir sich entzündet?
Nie hätte Tamsyn gedacht, dass Fell einmal alles für sie bedeuten würde. Aus dem grausamen Krieger, den sie gegen ihren Willen heiraten musste, ist für sie der Mann geworden, den sie aus tiefstem Herzen liebt. Doch dann gerät Fell in die Gewalt eines verfeindeten Clans und wird für tot erklärt. Niemand glaubt Tamsyn, dass sie ihn noch immer über das Heiratsmal auf ihrer Handfläche spürt. Als sie selbst in die Fänge der Palastgarde gerät, steht auf einmal auch ihr eigenes Leben auf dem Spiel.
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Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Aarany
aus Berlin
3/5
27.10.2026
eBook (ePUB)
Puls-Echo
Cover & Klappentext
Das Cover ist quasi identisch mit dem von Band eins. Lediglich in der Farbgebung unterscheiden sie sich. Natürlich macht es damit sofort deutlich, dass die Teile zusammengehören, aber in meinen Augen ist es dennoch nicht ideal.
Unabhängig davon gefällt das Cover mir immer noch.
Für mich war der Klappentext weniger relevant, da ich nach Band eins natürlich gespannt auf die Fortsetzung war. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass er etwas irreführend wirkt. Die Geschichte habe ich persönlich anders wahrgenommen.
Meinung
Nach einer Aufklärungsmission gerät Fell in die Gewalt eines verfeindeten Clans und wird für tot erklärt. Dennoch spürt Tamsyn sogar ein Jahr später noch die Verbindung zu ihm, während sie bei Fells Bruder Vetr in dessen Clan in der Gebirgswüste lebt.
Als sie erfährt, wie sehr sich das Leben der Menschen verändert hat, und Vetr sie zunehmend unter Druck setzt, eine neue Bindung einzugehen, beschließt sie, alles zu unternehmen, um Fell zu finden.
Überwiegend aus der Sicht von Tamsyn wird man durch das Geschehen geführt.
Der Einstieg war überraschend leicht, vermutlich weil die Autorin mit einem Zeitsprung gearbeitet hat. So war es nicht notwendig, sich sofort an alles zu erinnern. Stattdessen konnte man sich auf die aktuelle Situation konzentrieren, während man nach und nach wieder mit der Vergangenheit von vor einem Jahr konfrontiert wurde. Das hat es deutlich vereinfacht, in die Handlung zu finden.
Auch der Schreibstil hat dazu beigetragen.
Während mich bei „A Fire in the Sky“ der Schreibstil nicht komplett überzeugen konnte, habe ich hier nur wenig zu beanstanden. Ich glitt förmlich durch die Zeilen, nur unterbrochen von einem gelegentlichen Stolperstein, wenn ein Satz ungünstig formuliert wurde. Ansonsten gefiel mir die Wortwahl und der Satzaufbau. Insbesondere weil hier auf Schlüsselszenen gesetzt wurde. So sind tolle Abschnitte entstanden, die mich Tamsyn deutlich näherbrachten.
Tamsyn hat mich in der Fortsetzung sofort für sich eingenommen, weil sie greifbarer war, auch wenn ich sie nach wie vor nicht immer verstehen konnte. Einige Geschehnisse hätte ich anders als sie bewertet. Ich wäre misstrauischer und nicht ganz so leichtgläubig gewesen. Und gerade dieser Punkt hat mich irritiert. Tamsyn kam mir normalerweise ausgesprochen durchsetzungsfähig vor und zeigte eine beeindruckende innere Stärke. Das hat sie angetrieben. Doch hier erschien mir vieles widersprüchlich.
Dabei passiert so was, wenn überhaupt, in erster Linie bei einem Auftakt, bevor man, in dem Fall, die Hauptprotagonistin richtig einzuschätzen weiß.
Apropos Auftakt: Während ich im ersten Teil den Eindruck hatte, ein wenig auf der Stelle zu treten, fehlte mir hier einiges an Input, vermutlich bedingt durch den Zeitsprung. In der Zeit hat sich sehr viel verändert, was teilweise nur angeschnitten wurde, gerade Tamsyn betreffend.
Dafür konnte die Handlung bei mir punkten. Es ging teilweise recht rasant voran, unterbrochen von entspannteren Szenen, die viele Emotionen bereithielten. Es gab sogar einige überraschende Wendungen, die mir richtig gut gefallen haben. Erst am Ende hat es die Autorin meines Erachtens nach etwas übertrieben. In dem Versuch, viele Twists einzubauen, wirkten die Szenen etwas konstruiert und damit unglaubwürdig, während andere Konfliktmomente eher idealisiert abgehandelt wurden. Das ist sehr schade.
Auch das Ende konnte mich nicht völlig überzeugen. Es kam zu schnell und zu abrupt. Und wenn ich die Autorin in ihrer Danksagung richtig verstanden habe, liegt der Fokus zukünftig auf anderen Protagonisten. Dabei ist einiges offen geblieben.
Fazit
In vielen Punkten hat mich die Fortsetzung positiv überrascht. Die Handlung zieht den Leser in ihren Bann und bringt ihm Tamsyn näher.
Die Autorin überzeugt mit einer hohen Emotionalität und überraschenden Wendungen.
Auch hier kommen die Drachen nicht zu kurz.
Ich vergebe erneut drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.
#ravensburgerbücher
Nestaia
5/5
28.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Emotionale Wendungen, große Konflikte und ein Ende voller Möglichkeiten
## Emotionale Wendungen, große Konflikte und ein Ende voller Möglichkeiten
Der zweite Band von Sophie Jordans Feuerschwur-Chroniken hat mich absolut begeistert. Die Geschichte von Fel und Tamsyn ist voller Konflikte, Geheimnisse und überraschender Entwicklungen. Zwischen persönlichen Gefühlen, gefährlichen Gegenspielern und den Spannungen zwischen Menschen und magischen Wesen müssen die beiden ihren Weg finden. Dabei geht es längst nicht nur um ihre Beziehung, sondern auch um die Frage, ob Verständigung und ein gemeinsames Leben überhaupt möglich sind.
Besonders gut haben mir die Handlung und die einzelnen Wendungen gefallen. Immer wieder verändert sich der Blick auf bestimmte Figuren und ihre Absichten. Gerade das Zusammenspiel aus emotionalen Konflikten und den größeren Gefahren macht die Geschichte für mich so spannend. Auch die verschiedenen Handlungsstränge bieten unglaublich viel Potenzial – hier könnte noch so viel passieren!
Der Schreibstil ist einfach toll. Ich konnte wunderbar in die Geschichte eintauchen und mit den Figuren mitfühlen. Ein besonderes Highlight waren für mich außerdem die Rückblenden zu den ursprünglichen Drachenmüttern. Diese Einblicke haben die Welt für mich noch interessanter gemacht und meine Neugier auf ihre Vergangenheit geweckt.
**Spoilerwarnung:** Ab hier gehe ich ausführlicher auf das Ende und einzelne Entwicklungen ein.
Dass Fel und Tamsyn am Ende wieder zueinandergefunden haben, hat mich sehr gefreut. Für mich passen die beiden einfach zusammen. Gleichzeitig macht das offene Ende deutlich, dass ihre Geschichte noch lange nicht vorbei sein muss. Überall lauern Feinde, alte Konflikte sind nicht gelöst, und neue Gefahren zeichnen sich bereits ab.
Tamsyns Wunsch, ihr Zuhause für alle zu öffnen – unabhängig davon, ob sie magisch sind oder nicht –, finde ich einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Genau darin liegt für mich auch eine der spannendsten Möglichkeiten für weitere Bände: Menschen und magische Wesen könnten anfangen, einander wirklich kennenzulernen, statt sich nur durch Angst und Vorurteile zu betrachten.
Ich würde es beispielsweise großartig finden, wenn die Menschen mehr über Drachen erfahren und nach und nach erkennen würden, dass diese nicht die Ungeheuer sind, als die sie dargestellt werden. Gerade Fels Mutter ist dafür in meinen Augen ein eindrückliches Beispiel: Selbst als sie in ihrer Drachengestalt hungrig und abgemagert war, hat sie kein Dorf überfallen oder Menschen gefressen. Solche Erfahrungen könnten helfen, die festgefahrenen Vorstellungen aufzubrechen. Mehr Toleranz und Akzeptanz gegenüber magischen Wesen wären eine Entwicklung, die ich unglaublich gerne verfolgen würde.
Aber natürlich stehen diesem möglichen Miteinander einige gefährliche Gegenspieler im Weg. Da ist zum einen der König aus dem Norden, der Penerra einnehmen möchte. Zum anderen ist da Stigs Vater, der Rache für den Tod seines Sohnes will. Dass er sogar Frauen schlägt und misshandelt, nur weil sie Tamsyn ähnlich sehen, macht ihn für mich besonders grausam und abstoßend. Sein Hass richtet sich längst nicht mehr nur gegen die Person, der er die Schuld gibt, sondern trifft auch Unbeteiligte.
Auch die Hexen könnten meiner Meinung nach noch eine große Rolle spielen. Besonders die Hexe, die am Ende vor jemandem oder etwas flieht, hat meine Neugier geweckt. Diese Szene lässt für mich einige spannende Fragen offen.
Und dann ist da noch Fels Bruder Veta. Seine Gefühle für Tamsyn wirken auf mich weniger wie aufrichtige Liebe als vielmehr wie Besessenheit. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie ihm all seine Vergehen verzeihen könnte. Er hat sie belogen und manipuliert und trägt die Schuld daran, dass Fel über ein Jahr lang lebendig begraben war. Tamsyn hätte schon viel früher nach Fel gesucht, wenn Veta ihr nicht erzählt hätte, dass er tot sei. Das ist für mich kein kleines Missverständnis, sondern ein gewaltiger Vertrauensbruch. Gerade deshalb könnte auch dieser Konflikt noch sehr spannend werden.
Auch würde ich mich freuen, wenn in weiteren Bänden die noch lebenden Drachen stärker eingebunden werden würden, die sich bisher versteckt halten. Gerade im Zusammenhang mit Tamsyns Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben könnte ich mir hier spannende Begegnungen und Entwicklungen vorstellen. Wie würden diese Drachen darauf reagieren, dass sich ihnen vielleicht erstmals eine Chance auf ein Leben bietet, in dem sie sich nicht mehr verbergen müssen?
Eine besonders überraschende **Wendung** wäre für mich außerdem, wenn sich herausstellen würde, dass Tamsyns Mutter und Vater noch leben. Das würde mich wirklich begeistern und könnte noch einmal ganz neue Geheimnisse, Konflikte und emotionale Momente mit sich bringen. Zusammen mit den anderen offenen Handlungssträngen gibt es für mich jedenfalls noch jede Menge Potenzial, um die Geschichte rund um Fel und Tamsyn weiterzuerzählen.
Für mich ist dieses Ende deshalb vor allem eines: voller Möglichkeiten. Ich wünsche mir definitiv weitere Bände mit Fel und Tamsyn im Mittelpunkt. Die beiden sind für mich das perfekte Protagonistenpaar, um nicht nur für ihre eigene Zukunft zu kämpfen, sondern langfristig auch Frieden und Zusammenhalt in Penerra möglich zu machen. Gemeinsam könnten sie beide Seiten verstehen und einander näherbringen, ggf. später sogar das Reich als Königin und Köning regieren.
Eine großartige Fortsetzung mit einem tollen Schreibstil, starken Wendungen und Figuren, deren Geschichte ich unbedingt weiterverfolgen möchte!
tkmla
Thalia Book Circle Community
5/5
27.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Unzerstörbar
„A Scar in the Bone“ von Sophie Jordan ist der zweite Band ihrer Drachen Romantasy Reihe Die Feuerschwur Chroniken.
Auch unter Drachen und eigentlich ihresgleichen bleibt das ehemalige Prügelmädchen Tamsyn eine weiterhin Außenseiterin. Die Lage verschärft sich noch, als ihr Ehemann und Gefährte Fell von einer Mission mit seinem Zwillingsbruder nicht zurückkehrt und seitdem als tot gilt. Auch wenn Tamsyn Fell über ihr Heiratsmal immer noch spüren kann, setzt nach einem Jahr endgültig die Resignation ein. Tamsyn muss sich Tag für Tag behaupten, obwohl ihr aufgrund ihrer Vergangenheit unter Menschen niemand wirklich traut. Als sie bei ihrer ersten Außenmission auch noch in die Hände ihres schlimmsten Feindes gerät, könnte nicht nur ihr Leben auf dem Spiel stehen. Doch Tamsyn ist stärker als alle annehmen und sie hat nichts mehr zu verlieren.
Sophie Jordan setzt mit ihrer Handlung etwa ein Jahr nach dem Ende des Auftaktbandes an. Tamsyn lebt im Drachenclan von Fells Zwillingsbruder, aber gleich zu Anfang bekommt man so nebenbei die Nachricht, dass Fell von einem verfeindeten Clan getötet wurde. Diesen Brocken muss man erstmal verarbeiten, denn dadurch ändert sich die gesamte Dynamik der Story.
Der Fokus liegt noch stärker auf Tamsyn und ihrem Überlebenskampf, und wie sie in Babyschritten ihr Leben neu ausrichtet. Es ist schmerzhaft mitanzusehen, welche Parallelen ihr neues Leben zu ihrem alten hat. Wieder ist sie die Außenseiterin, die nie dazugehören wird. Zumindest bis sie sich für eine angebotene Zukunft erwärmt, die sie sich zuerst nie vorstellen konnte.
Die Entwicklung von Tamsyn ist stark und Tamsyn selbst ist noch stärker. Sie stellt sich ihren Dämonen und bleibt sich trotzdem treu, obwohl sie dabei ihr Leben verlieren könnte. Die Trauer um Fell und die zunehmende Hoffnungslosigkeit sorgen für eine düstere und bedrückende Atmosphäre und doch strahlt Tamsyns unzerstörbarer Wille eine enorme Kraft aus.
Sophie Jordan lässt unsere Heldin wirklich leiden und man darf gespannt sein, ob Tamsyns Leben eine neue Richtung einschlagen wird. Ich konnte ihre widerstreitenden Emotionen nachvollziehen und bewundere ihre unerschütterliche Loyalität und Menschlichkeit.
Die Handlung konnte mich von Anfang bis Ende fesseln, was vor allem an der starken weiblichen Hauptfigur liegt. Obwohl die Geschichte von Tamsyn abgeschlossen wird, zeigt der Epilog, dass noch jede Menge ungeklärte Dinge auf ihre Fortsetzung warten. Und ich bin sehr gespannt darauf.
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
30.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Tamsyn
Nach den Ereignissen des letzten Bandes ist mittlerweile ein Jahr vergangen, in dem Tamsyn bei Vetr, Fells Bruder, und den anderen Drachen lebt. Aber sie trauert immer noch um Fell und das X in ihrer Hand erinnert sie ständig an ihn und es pulsiert auch. Aber das kann auch an der starken Bindung der beiden liegen.
Tamsyn merkt im Training, aber auch vor allem in der Gemeinschaft der Drachen, die in Höhlen leben, dass sie kein vollwertiges Mitglied ist und vieles einfach nicht weiß. Das macht die Sonderbehandlung durch Vetr auch nicht gerade einfacher. Außerdem durfte sie nie auf eine Außenmission - bis sie doch mitkommen soll und da trifft sie dann auch auf Stig und die unterschiedlichen Weltansichten treffen aufeinander.
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, aber es geht rasant und spannend weiter. Man erfährt hier mehr über die unterschiedlichen Drachen und ihre Art zu leben, was ja im ersten Teil nur ganz am Rande vorkam. Zwischendurch wird die Handlung immer mal wieder ruhiger, aber ich habe mich immer gefreut, wenn es dann doch weiterging mit den Ereignissen. Einige Charaktere wurden trotz ihrer Nebenrollen etwas zu ausführlich eingeführt und dann nicht weitergeführt, was ich etwas schade fand.
Die Geschichte wird gut zu Ende geführt und es bleiben keine Fragen offen, aber es hat mich gefreut, dass die Autorin im Nachwort schreibt, dass es durchaus im Bereich des Möglichen liegt, weiter Geschichten aus dieser Welt zu schreiben, aber dann mit anderen Charakteren, was mir gefallen würde.
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