New York, 1965: Völlig mittellos strandet Frances Howe mit Mitte zwanzig in New York City. Für die junge Frau aus der irischen Provinz ist die fremde Großstadt beängstigend, aber auch wild und aufregend. Die Wolkenkratzer sind endlos, die Nächte lang, in den Straßen von Greenwich Village vibriert das Leben. Und Frankie, die bisher immer eine Nebenrolle im eigenen Leben gespielt hat, lässt sich treiben. Dann lernt sie Joe kennen, der als Chauffeur arbeitet, aber eigentlich als Künstler erfolgreich werden will. Joe und Frankie verlieben sich und tauchen gemeinsam ein in die Kunstszene der Stadt. Ein Leben, das vor Intensität nur so lodert. Frankie hilft in einem französischen Restaurant aus und macht es bald zum angesagtesten Lokal des Viertels. Endlich, so scheint es, spielt sie die Hauptrolle in ihrem Leben. Doch dann kommt auch Joe zu Ruhm. Frankie erkennt den Mann, den sie liebt, kaum noch wieder. Und plötzlich droht ihr alles, wofür sie gekämpft hat, zu entgleiten ...
Eine faszinierende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Schmerz, über Kunst und New York, so bewegend, traurig-schön und schillernd wie nur Graham Norton sie schreiben kann.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
5/5
18.12.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Ein bewegtes Leben
Endlich ein neuer Roman von Graham Norton. Von mir wieder als Hörbuch gehört und wunderbar eingelesen von Gabriele Blum. Wie soll es anders sein, auch in „Eine wie Frankie“, kommt die Protagonistin aus Irland. Francis wir in den 50er Jahren als Kind Weise, wächst bei Tante und Onkel auf, die sie früh verheiraten. Die Ehe wird nicht lange dauern. Francis flüchtet nach London zu ihrer besten Freundin Norah, dort lernt sie eine ganz andere Welt kennen. Über Norahs Kontakte landet Francis schließlich in New York und wird nun Frankie genannt. Auch das Leben in New York ist ganz anders als Frankie es bisher kannte, doch nicht alles läuft rund. Bis sie Joe kennenlernt, einen mittellosen Chauffeur, dessen Herzblut die Kunst ist. Die beiden heiraten, Frankie hat eine gute Stellung in einem Restaurant und auch Joes Karriere als Künstler nimmt Fahrt auf und er wird immer erfolgreicher. Das tut der Ehe nicht gut und irgendwann gehen sie getrennte Wege. Frankie bleibt in New York, doch die Einschläge rücken näher, plötzlich ist Aids ein Thema und verändert auch Frankies Freundeskreis. Besondere Umstände verlangen, dass Frankie zurück nach London kehrt. Mittlerweile ist sie über 80 und sie vertraut ihrem Pfleger Damian ihre Lebensgeschichte an. Dieser Roman ist ein typischer Graham Norton Roman. Er hat ein Herz für die scheinbar unscheinbaren Leute. Auch hier erfahren wir wieder viel über das konservative Leben in Irland in den 50 und 60er Jahren, die Stellung der Kirche und die Prüderie der Sexualität. Aber auch über die Aufbruchsstimmung im damals wilden London, über die Freiheit in den USA und schließlich die Angst über die neue Krankheit Aids. Ganz geschmeidig bringt er viele gesellschaftliche Themen unter, es geht also nicht nur um Frankies bewegte Leben. Sie kann uns ein Vorbild sein. Was hat sie alles erlebt und sich doch nicht unterkriegen lassen und sich immer behaupten können. Ein verlässlicher Freundeskreis hat dazu beigetragen. Die knapp 10 Stunden Spieldauer vergingen viel zu schnell. Ein absoluter Hörgenuss und sehr empfehlenswert.
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
22.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebenswerte Frankie
Frances Howe ist in Schwierigkeiten, es ist das Jahr 1965, und nach einem unangenehmen Vorfall ist sie völlig mittellos und ohne Obdach in New York gestrandet. Die Großstadt gleicht einem Dschungel, besonders für ein unbedarftes und naives Mädchen aus der irischen Provinz. Wie es dazu kommt, dass aus Frances Frankie wird, sie ihr Leben an der Seite eines Künstlers verbringt und sogar ein Restaurant ihr eigen nennt, davon handelt dieses Buch.
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Frankies Reise von Irland nach England, unfreiwillig nach Amerika und dann nach London zurück hat mir aufregende Lesestunden geschenkt. Von dem jungen und schüchternen Mädchen zur Geschäftsfrau mit eigenem Laden, das war kein leichtes Unterfangen, und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dabeigewesen zu sein. Frankies Leben war ein einziges Ab und Auf, ich fand es sehr spannend, ihr dabei über die Schulter zu sehen. Graham Norton versteht es wie kaum ein anderer, sogar aus banalen Situationen ein Ereignis zu machen. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und schöne Künste, aber auch ernsthafte Themen, die den damaligen Zeiten geschuldet sind, finden Eingang ins Buch. Dies war ein großer Lesegenuss. Leb wohl Frankie, es war schön mit dir, mach es gut!
Bewertung
5/5
09.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Frau, ein Leben, viele Neuanfänge
Ach, was war das schön: Für ein paar Stunden komplett in ein anderes Leben einzutauchen, mal glamourös, mal ganz nah am Boden der Realität. Es war mein erstes Buch des Autors. Meine anfängliche Skepsis, wenn Männer aus weiblicher Perspektive schreiben, war schnell verflogen. Das gelingt ihm hier wirklich ausgezeichnet.
Mit Mitte achtzig ist Frances - Frankie - Howe nach einem Sturz auf die Hilfe des jungen Pflegers Damian angewiesen. Die beiden freunden sich an und Frankie erzählt ihm aus ihrem Leben: von einer jungen Frau aus der irischen Provinz, früh verheiratet und in eine ausweglose Situation gedrängt, bis hin zu ihrem mutigen Neuanfang in London und später in New York.
New York in den 1960ern ist überwältigend, manchmal beängstigend und gleichzeitig voller Versprechen. Frankie ist mittellos, fremd in dieser Stadt und arbeitet schließlich in einem Restaurant. In dieser Zeit lernt sie Joe kennen: Chauffeur, Künstler, Träumer. Zwischen den beiden entsteht eine intensive, leidenschaftliche Beziehung, und gemeinsam tauchen sie tief in die Kunstszene der Stadt ein.
Doch während Frankies Leben langsam Struktur und Selbstbewusstsein gewinnt, verändert sich Joe. Sein Erfolg wächst und mit ihm sein Ego und seine Ansprüche. Frankie muss erkennen, dass Liebe allein nicht immer reicht.
Ich mochte es sehr, Frankies Geschichte rückblickend zu erleben und sie gleichzeitig als alte Frau kennenzulernen. Der Roman ist faszinierend und schillernd, aber auch immer wieder traurig und zutiefst berührend. Ich habe Frankie nur das Beste gewünscht.
Wie schön ist außerdem die enge Freundschaft zu Norah, die Frankie ein Leben lang begleitet?
Der Schreibstil ist locker und flüssig, die Sprache passt wunderbar zur jeweiligen Zeit.
Es geht um Freundschaft, Liebe, Selbstbestimmung, Homosexualität, gesellschaftliche Zwänge, politische und persönliche Freiheiten.
Wie gern würde ich mit Frankie, Norah und einer guten Flasche Wein zusammensitzen und ihren Geschichten lauschen.
Bewertung
5/5
29.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotionale Reise in die schillernde Künstlerszene der 60er Jahren NY
Eine wie Frankie ist ein emotionaler und bewegender Roman, in welchem die 84-jährige Frankie ihrem Pfleger Damian von ihrem Leben erzählt: von ihrer arrangierten Ehe in ihrer Heimat Irland, von der Auswanderung in die USA, von der Liebe ihres Lebens Joe, den sie unterstützt hatte und somit in die Künstlerszene eintaucht, wie sie ein Restaurant leitete und es bekannt wurde und auch von ihren Schicksalsschlägen.
Der Roman wechselt charmant zwischen Gegenwart und Vergangenheit und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.
Thematisch greift das Buch Freundschaft, Liebe und Schmerz, Sexualität und Selbstfindung auf. Die Geschichte ist sehr rührend und angenehm zu lesen.
peedee
Book Circle Community
5/5
22.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Intensiv, emotional
New York, 1965: Frances strandet Mitte zwanzig völlig mittellos in New York. Ursprünglich aus der irischen Provinz stammend, ist sie Grossstädte nicht gewohnt. Sie hat kein Geld, um nach Irland zurückzufliegen. Was nun? Zum Glück lernt sie Joe kennen, der als Chauffeur arbeitet, um sein Künstlerleben finanzieren zu können. Sie werden ein Paar und richten sich ihr Leben ein: Frances wird nun Frankie genannt und arbeitet in einem französischen Restaurant, das durch sie zum angesagtesten Lokal des Viertels wird. Joe wartet immer noch auf seinen Durchbruch als Künstler…
Erster Eindruck: Die Gestaltung des Schutzumschlages gefällt mir gut (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin).
Das Buch wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, einerseits in der Gegenwart, andererseits ab 1950. Der Wechsel der verschiedenen Zeiten ist jeweils gut angegeben.
Gegenwart: Frankie hat sich den Fuss verknackst und benötigt Pflege. Damian, der junge Pfleger, hat mich begeistert: Es freut mich, dass er seinen Job gerne macht, auch wenn andere meinen, er müsste etwas anderes machen bzw. studieren. Was kann man sich mehr wünschen, als dass einem die eigene Arbeit gefällt? Ich wüsste nicht was. Frankie erzählt aus ihrem Leben; Damian ist ein angenehmer Gesprächspartner.
Vergangenheit: Frances verliert sehr jung ihre Eltern – eine Tragödie! Und leider findet sie kein liebevolles Zuhause bei ihrer Tante und deren Mann, einem Pastor. Sie erfüllten ihre christliche Pflicht, sie zu sich zu nehmen, aber Liebe? Nein, das war nicht vorgesehen. Traurig. Später verheiratet der Onkel die damals 18-jährige Frances. Aus Liebe? Nein, aus Sicht des Onkels eine gute Partie, das musste reichen. Es waren definitiv andere Zeiten. Aber diese arrangierte Ehe empörte mich trotzdem. Wie einleitend schon erwähnt ist, landet Frances später in New York. Leider kann ich hier nicht erzählen, unter welchen Umständen, da ich nicht spoilern will.
Kunstszene, Gastronomie, Freundschaft, Liebe, Homosexualität – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch war im Nu ausgelesen. Da die Geschichte über viele Jahre erzählt wurde, passierte auch entsprechend viel. Es war intensiv, emotional; ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten. Sehr schön war die jahrelange Freundschaft von Frankie und Nor. Wohlverdiente 5 Sterne!
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5/5
15.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jahreshighlight
Eine super Empfehlung meiner Kollegin – und definitiv ein Buch, das bei mir direkt zu den Jahreshighlights wandert!
Frankies Leben wird von ihrer Kindheit bis ins Erwachsenenalter erzählt. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern wächst sie in Irland eher trostlos auf. Erst als sie als junge Frau nach New York kommt und dort komplett neu anfangen muss, scheint sie richtig aufzublühen.
Ich mochte Frankie als Figur total gerne und fand ihre Geschichte gleichzeitig berührend, traurig und wunderschön.
Absolute Leseempfehlung!
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5/5
24.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Frankie
Eine tolle Geschichte von Frankie, aus den Armen Irland der 60er, mittellos, gestrandet in NY, dort geht es turbulent weiter, sie steigt zur Starköchin auf, mit einem Künstler verheiratet geht das Leben turbulent und rasant weiter. Heute an Pflege angewiesen, erzählt sie ihrem Pfleger ihre Lebensgeschichte. Wir dürfen gespannt der Geschichte lauschen. Frankie, eine wunderbare Frau. Für Fans von. Eine Frage der Chemie. Graham Nortons Bücher sind immer wunderschön zu Lesen. Empfehlung.
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