Ein Haus in einem alten Geisterdorf in Italien, ein Traum, der zum Albtraum wird ...Ein Haus in Italien für einen Euro: Für die deutsche Architektin Tilda ist die verfallene Villa auf Sardinien ein Glücksgriff. Sie will alle Brücken hinter sich abbrechen und stürzt sich in die Renovierung. Doch die vermeintliche Idylle des verwinkelten Ortes trügt. Ist das Geisterdorf wirklich so verlassen, wie es den Anschein hat? Sonntags läuten die Glocken, und Unbekannte behaupten, ein Fluch liege auf Tildas Haus. Zusammen mit dem Journalisten Enzo, der die Geschichte des Dorfes erforscht, versucht Tilda herauszufinden, was hier geschehen ist. Doch der einzige Bewohner, der mehr weiß, ist der alte Silvio. Und der schweigt beharrlich.Als plötzlich Tildas jüngerer Bruder Nino vor ihrer Tür steht, lässt Tilda ihn zähneknirschend bei sich unterkommen. Er bringt Erinnerungen mit, die sie dringend vergessen will. Dann verschwindet Nino auf mysteriöse Weise. Getrieben von der verzweifelten Suche nach ihm offenbart sich Tilda und Enzo im schroffen Hinterland der Insel eine Wahrheit, die düsterer ist als jede Geistergeschichte – und die eng mit Tildas eigener Vergangenheit verwoben scheint.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Fredhel
5/5
06.06.2025
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Sardischer Ehrenkodex
Die Architektin Tilda hat nach einem Unglück, für das sie sich die Schuld gibt, ihr Leben in Deutschland hinter sich gelassen. Sie renoviert für sich ein altes Haus in einem sardischen Geisterdorf. Doch dessen unheimliche Vergangenheit nimmt immer mehr Raum in Tildas Leben ein, nachdem sie alte Fotos gefunden hat.
Es war ein Dorf voller Verbrecher, die ihre Familien durch Entführungen und Lösegelderpressungen ernährten, wie so viele andere auf der Insel ebenfalls. Ein zweiter Handlungsstrang lässt die alten Zeiten durch die Sicht einer jungen Frau aufleben, die der Mittelpunkt eines grausigen Geschehens war, das fast das gesamte Dorf auslöschte.
Das Buch liest sich spannend, ohne Frage, aber es ist wegen der ruhigen Erzählweise weit entfernt davon, ein Thriller zu sein. Die Zusammenhänge werden ab der Mitte immer offenkundiger. Insofern fehlt der große Überraschungscoup.
Das Hörbuch ist sehr lebendig geworden. Dafür sorgen die sechs hochkarätigen Sprecher, die man schon von anderen Produktionen zu schätzen gelernt hat.
Bewertung
aus Darmstadt
5/5
04.06.2025
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Ein tolles Hörerlebnis
„Das Baumhaus“ fand ich super – der neue Roman ist zwar etwas anders, hat mich aber ebenfalls überzeugt. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Die Architektin Tilda verlässt nach einem schrecklichen Erlebnis Deutschland und kauft für einen Euro eine verfallene Ruine in einem verlassenen Dorf in Italien, die sie selbst renoviert. Dort lebt nur noch ein einziger Bewohner gemeinsam mit seiner Pflegerin.
Dann ist da Franka, deren Erzählstrang in der Vergangenheit spielt. Von ihrer Geschichte erfährt man nur langsam und Stück für Stück mehr. Und schließlich gibt es den Journalisten Enzo, der ein Buch über die Ereignisse schreiben will, die zum Niedergang des Dorfes führten, er ist ehrgeizig, neugierig und mit eigenen Motiven.
Alle Figuren haben ihre ganz eigene, spannende Geschichte, die sich erst nach und nach entfaltet. Die Atmosphäre ist düster und fesselnd. Manchmal wirkte die Handlung ein wenig konstruiert, aber sie blieb durchweg interessant – vor allem das letzte Viertel und die Auflösung fand ich sehr spannend.
Das Hörbuch hat mich durchgehend gepackt: Es wird von verschiedenen Sprechern passend gelesen, was gut zu den Perspektivwechseln passt. Ein tolles Hörerlebnis!
chuckipop
aus Bünde
5/5
03.06.2025
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Düsterste menschliche Abgründe und eine Vergangenheit, die allgegenwärtig ist! Grandios!
"Der dunkle Sommer" von Vera Buck ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 26 Minuten bei Argon Hörbuch erschienen und wird ganz hervorragend gesprochen von Leonie Landa, Laura Maire, Uve Teschner, Julian Mehne, Jeremias Koschorz und Lydia Herms.
Die Architektin Tilda braucht dringend eine Auszeit und will Deutschland entfliehen - da ist es mehr als willkommen, dass in dem kleinen, abgelegenen und verlassenen Bergdorf Botigalli auf Sardinien Häuser zum Verkauf stehen. Und das für den unglaublichen Preis von 1 €...Tilda kauft ein wunderschönes Haus ganz am Ende des Dorfes und beginnt mit der Renovierung - doch die malerische Idylle trügt und es passieren immer mehr merkwürdige und unheimliche Dinge. Der einzige andere Dorfbewohner, ein alter Griesgram namens Silvio, kann nicht verantwortlich sein für die mysteriösen Vorgänge, denn er ist bettlägerig. Über ihn lernt Tilda den Journalisten Enzo kennen und beide beginnen zusammen, die Geheimnisse des Dorfes zu ergründen - und was sie herausfinden, lässt einem die Haare zu Berge stehen...
Ein perfekt erdachtes, absolut überzeugendes Szenario, das nach und nach die unvorstellbarsten Vorgänge in einer kleinen Dorfgemeinschaft zutage fördert, verborgen vor der Allgemeinheit, eisern gewahrt durch kollektives Schweigen.
Vera Buck hat zwei Handlungsstränge erschaffen, einen in der Vergangenheit und einen in der Gegenwart, die sich aus unterschiedlichen Erzählperspektiven aufeinander zubewegen - hierdurch wird eine heftige Spannung erzeugt, die Autorin lässt die Nervenenden ihere Leser- bzw. Hörerschaft vibrieren und der Clou dabei ist, dass alles auf wahren Begebenheiten basiert und durchaus so oder ähnlich passiert sein könnte...
Förmlich fassungslos gemacht haben mich die Skrupellosigkeit, Sardiniens Entführungsindustrie sowie die bedrückende Überlegenheit des Patriarchats, das hier in dem (fiktiven) Dorf Botigalli fast noch steinzeitlich anmutet.
Ihre Charaktere hat die Autorin facettenreich und sehr nahbar angelegt, so dass ich mich bestens überall hineindenken und alles nachvollziehen konnte- so steckte ich bis über beide Ohren selbst mitten im Geschehen und hatte quasi permanent Gänsehaut! Besonders mitgefiebert habe ich mit Franca und natürlich mit Tilda, aber auch Enzo hat mir sehr gefallen.
Die Sprecherinnen und Sprecher machen ihren Job perfekt und diesen grandiosen Thriller, wenn überhaupt möglich, noch authentischer und schlüssiger !
Aus meiner Sicht ein absolutes MUSS !!!
#DerdunkleSommer #NetGalleyDE! #Abgründe #Entführung #Spannung #DankeNetGalleyDE! #UnbedingtLesen
Fee04
5/5
03.06.2025
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Gänsehautfeeling
„Der dunkle Sommer“ von Vera Buck
Verlag: Argon
5 Sterne für ein fesselndes, atmosphärisches Hörerlebnis
Ein Haus in einem verlassenen Dorf auf Sardinien – klingt wie ein Traum, entpuppt sich aber schnell als düsterer Albtraum voller Schatten der Vergangenheit. Vera Buck nimmt uns mit in ein verwinkeltes Geisterdorf, das atmosphärisch so greifbar beschrieben wird, dass man die Hitze der Sonne ebenso spürt wie das unheimliche Prickeln im Nacken.
Ein verfallenes Haus in einem verlassenen sardischen Dorf – für Architektin Tilda ist es die Chance auf einen Neuanfang. Doch schon bald wird aus der Traumruine ein Ort des Unbehagens. Etwas stimmt nicht in diesem verwinkelten Geisterdorf. Es scheint verlassen – und doch nicht leer. Glocken läuten, Fremde warnen vor einem Fluch, und ein alter Mann schweigt beharrlich.
Was sich entwickelt, ist eine Geschichte voller Spannung, dunkler Geheimnisse und überraschender Wendungen. Die dichte Atmosphäre – sonnendurchflutet und doch durchzogen von Gänsehautmomenten – wird durch die hervorragenden Sprecher:innen zum Leben erweckt. Leonie Landa, Laura Maire, Uve Teschner und die anderen verleihen den Figuren eine glaubhafte Tiefe, sodass man mitfühlt, mitzittert und nicht mehr loslassen kann.
Besonders faszinierend ist der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, der die Geschichte schrittweise entfaltet und bis zum packenden Höhepunkt trägt. Alles fügt sich zu einem stimmigen Ganzen, ohne vorhersehbar zu sein. Der rote Faden bleibt bis zum Schluss klar und kraftvoll.
Die Themen sind eindrucksvoll eingebettet:
Entführung, Erpressung, sexualisierte Gewalt – all das wurde in der Dorfgemeinschaft aus Angst, Armut und falsch verstandener Loyalität hingenommen, verschwiegen, gedeckt.
Umso erschreckender, dass dieser Teil der Handlung auf wahren Begebenheiten beruht: Diese Art der Entführungen und Erpressungen war früher auf Sardinien tatsächlich verbreitet – eine düstere Realität, die heute kaum jemand kennt.
Auf den ersten Blick ein banaler Gegenstand – eine Gabel; Sie steht jedoch für so viel mehr.
Ohne zu viel zu verraten: Sie rettet nicht nur ein Leben, sie öffnet auch die Tür zu einer Wahrheit, die tief unter der Oberfläche brodelt. Doch wer möchte diese Wahrheit hervorholen? Was für einen Preis muss man dafür zahlen?
Tildas Weg, ihre Vergangenheit, die Beziehung zu ihrem Bruder Nino – all das wird feinfühlig erzählt.
Das Dorf selbst wird fast zur eigenen Figur: mystisch, gezeichnet von Aberglauben und altem katholischen Glauben, gleichzeitig erschreckend realistisch und greifbar beschrieben.
Ein atmosphärischer Psychothriller mit realem Hintergrund, großartig erzählt, spannend bis zur letzten Minute – und getragen von einer außergewöhnlichen Sprecherriege.
Der dunkle Sommer ist nicht nur Unterhaltung, sondern ein intensives Erlebnis. Wer sich auf diese Geschichte einlässt, wird belohnt – mit Gänsehaut, Nachdenklichkeit und einer meisterhaft erzählten Wahrheit.
Bücherhummelchen
5/5
18.05.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Die Geschichte über das "Geisterdorf" Botigalli auf Sardinien.
Das Hörbuch "Der Dunkle Sommer" aus der Feder von Vera Buck wird von mehreren Sprechern gesprochen: Leonie Landa, Laura Maire, Uve Teschner, Julian Mehne, Jeremias Koschorz und Lydia Herms. Das fand ich besonders gut, so hatte man überhaupt keine Schwierigkeiten die Personen zu verwechseln. Die Modulation aller Stimmen empfand ich als sehr angenehm und die Betonung und das Tempo war für mich perfekt.
Die deutsche Architektin Tilda will nach einem Schicksalsschlag nur noch weg. Sie ist halbitalienerin und deswegen ist die verfallene Villa auf Sardinien, in dem ausgestorbenen Dörfchen Botigalli, ein Glücksgriff für sie. Tilda stürzt sich in die Renovierung. Doch das Dorf ist nicht so ausgestorben, wie es scheint. Auch kommen Tilda Geschichten zu Ohren, die behaupten ein Fluch läge über ihrem Haus. Mit dem Journalisten Enzo, der die Geschichte des Dorfes erforscht, versucht Tilda herauszufinden, was hier geschehen ist. Allerdings schweigt der einzige Bewohner Silvio, der mehr weiß, beharrlich. Überraschend steht Tildas jüngerer Bruder Nino vor ihrer Tür und schlüpft bei ihr unter. Er bringt Probleme und Erinnerungen mit, die Tilda zusetzen. Doch dann verschwindet Nino plötzlich. Wird sie ihn wieder finden und kann sie das Geheimnis um das Dorf lüften?
Erzählt wird in der wechselnden Ich-Perspektive und in 2 verschiedenen Zeitebenen. Die einzelnen Stränge wurden gekonnt miteinander verwoben, so dass es bis zum Schluss spannend war.
Tilda ist eine taffe Frau. Ich bewundere sie sehr. Ich wäre niemals in das Geisterdorf gezogen. Auch die anderen Charakteren wie Nino ihr Bruder oder Enzo der Journalist wurden hervorragend herausgearbeitet. Im Vergangenheitsstrang erfahren wir die Geschichte von Franca, die um 1980 mit ihrer Familie in Botigalli lebte.
Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr spannend und fesselnd. An manchen Stellen war es auch äußerst gruselig, es gab richtige Gänsehaut Momente. Den Plot - Twist fand ich sehr gelungen und am Ende haben alle Puzzle Teile zusammengepasst. Ich kann das Hörbuch sehr empfehlen.
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5/5
20.09.2025
eBook (ePUB 3)
Anfangs sogar etwas gruselig..
Sehr faszinierender Krimi mit wahrem Hintergrund, der schockiert und doch wurden die Verbrechen anfangs aus der Not heraus begangen. Nach und nach entwickelten sich diese Entführungen zu mafiaähnlichen Verbrechensstrukturen. Bitte das Nachwort lesen!! Der Schluss, bzw die Entwicklungen rund um Franca und ihre verlorene Tochter fand ich dann leider doch etwas weit her geholt, nichts desto trotz sehr empfehlenswert!
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5/5
28.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Thrillerhighlight
Tilda will nach einem schweren Trauma nur noch weg aus Deutschland. Zufällig erfährt sie von den verlassenen Dörfern auf Sardinien, deren Häuser um 1 € verkauft werden, um die Region wieder zu beleben. Kurzentschlossen schlägt Tilda zu.
Auf Sardinien angekommen, erfährt sie Stück für Stück welche Geschichte ihr neues Haus und das ganze Dorf Botigalli hat und wie eng das Ganze mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte verknüpft ist.
"Der dunkle Sommer" wird auf 2 Zeitebenen erzählt, Anfang der 80er Jahre und im Heute, und aus verschiedenen Perspektiven. Klingt komplex, ist es aber nicht. Durch den mitreißenden Erzählstil der Autorin ist man sofort inmitten der Geschichte und fiebert mit.
Besonders gut hat mir die bedrohliche, unheimliche Atmosphäre im Hinterland des traumhaften Sardiniens gefallen und die Tatsache, dass die Hintergründe der Geschichte den Tatsachen entsprechen, deshalb unbedingt das Nachwort lesen!
Für mich ein absolutes Thrillerhighlight!
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3/5
14.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Psychothriller der Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.
Mit dem Kauf eines 1€ Hauses in Sardinien möchte Tilda vor ihrem alten Leben fliehen. Doch statt Frieden findet sie alte Legenden und rätselhafte Ereignisse. Das halbverwaiste Botigalli hat ein düsteres und grausames Geheimnis.
Ein fesselnder Thriller, der zwei Zeitebenen und die Perspektiven von Tilda, Enzo und Franca kunstvoll verwebt. Die düstere, fast greifbare Atmosphäre, die glaubwürdigen Figuren und der langsame, aber stetige Spannungsaufbau machen es zu einem Pageturner.
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2/5
22.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Leider nicht mein Buch
Da ich von diesem Buch bisher nur positive Rezensionen gelesen habe, war ich unglaublich gespannt wie mir „der dunkle Sommer“ gefallen wird.
Jedoch leider muss ich zugeben, dass mir dieser Thriller gar nicht gefallen hat.
Das größte Problem war für mich die Protagonistin, denn ich empfand sie als äußerst unsympathisch und anstrengend (was es mir schwer machte, eine emotionale Verbindung zur Handlung aufzubauen oder generell Interesse an ihrer Situation)
Auch die zunächst vielversprechende Grundidee des Thrillers verlor recht schnell an Spannung. Ab etwa der Hälfte des Buches hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt – das Lesen wurde für mich zur reinen Geduldsprobe.
Einzig die Hoffnung auf ein bestimmtes Ende hielt mich bei der Stange. Doch auch in dieser Hinsicht wurde ich enttäuscht: Das tatsächliche Ende wich nicht nur deutlich von meiner Erwartung ab, es wirkte auf mich zudem wenig überzeugend und insgesamt schwach.
Sehr schade – denn das Potenzial war definitiv vorhanden, und ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen.
Nach einem schlimmen Erlebnis will Tilda einen Neuanfang starten.
Die Archtektin kauft zum Preis von 1 Euro ein heruntergekommenes Haus im Osten von Sardinien.
Bald zeigt sich, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht.
Sie ahnt nicht, was dort passiert ist, bevor es 1982 zu einem Geisterdorf wurde...
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