Das neue Hörbuch des SPIEGEL-Bestsellerautors Rolf DobelliWir sind immer bestens informiert und wissen doch so wenig. Warum? Weil wir ständig »News« konsumieren – kleine Häppchen trivialer Geschichten, schreiende Bilder, aufsehenerregende »Fakten«. Doch News tun uns nicht gut: Sie vernebeln unseren Geist, verstellen uns den Blick für das wirklich Wichtige, machen uns depressiv und lähmen unsere Willenskraft. Der Bestsellerautor Rolf Dobelli lebt seit vielen Jahren gänzlich ohne News – und kann die befreiende Wirkung dieser Freiheit aus erster Hand schildern. Machen Sie es wie er: Klinken Sie sich aus. Radikal. Und genießen Sie ein Leben mit klarerem Denken, wertvolleren Einsichten, besseren Entscheidungen und tollen Hörbüchern. Denn nun haben Sie die Zeit, sie auch wirklich zu hören.
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Bewertung
aus Freiburg
5/5
18.02.2021
Buch (Taschenbuch)
absolut lesenswert
Der Autor hat das Problem erkannt und gut definiert: die Newsflut tötet jegliche Kreativität und eigenes Denken. Im Verzichten auf zu viele Nachrichten sollte man sich auf gut recherchierten Journalismus konzentrieren bzw. auf Fach- und Expertenwissen oder deren Meinung, anstatt nur schnelle News zu konsumieren.
Bewertung
5/5
05.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Minimalismus im Nachrichtenkonsum
Rolf Dobelli ist kein Mann für halbe Sachen. Er plädiert in seinem Buch "Die Kunst des digitalen Lebens" für ein Leben ohne News. Lange Zeit seines Lebens war Dobelli ein richtiger "News-Junkie", bis er sich für eine News-Diät entschied und heute mit deutlich mehr Lebensqualität lebt. Seiner Meinung nach, setze die News-Industrie falsche Schwerpunkte in Bezug auf die Themen, die häufig nur nach Click-Zahlen und damit verbundenen Werbeeinnahmen und nicht nach Relevanz ausgewählt würden. Zudem gebe es schon lange keinen Qualiätsjournalismus mehr, sondern die Themen würden alle immer nur oberflächlich behandelt, da den Journalisten schlichtweg die Zeit für gute, tiefgründige Arbeit fehle. Auch würden die Vielzahl der Nachrichten die Aufmerksamkeitsfähigkeit des Einzelnen schwächen. Dies sind nur drei von zahlreichen Argumenten Dobellis, die gegen die heutige Informationsflut sprechen.
Der Autor empfiehlt, sich ausschließlich mit Büchern und längeren, auch gerne wissenschaftlichen Artikeln auseinander zu setzen, um so die eigenen Kompetenzen in einem bestimmten Bereich fundiert zu erhöhen.
Dobelli schreibt in einer klaren, sehr gut verständlichen Sprache und mit viel Humor. Die Lektüre des Buches ist dadurch kurzweilig und sehr erhellend!
Julia
4/5
11.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Denkanstoß zum bewussteren Umgang mit News/Kurznachrichten
Rolf Dobelli beschreibt die Risiken digitaler Kurzinhalte, deren negative Auswirkungen im Alltag vermutlich oft unterschätzt werden. Besonders interessant fand ich die Kapitel über exzessiven Newskonsum und die negativen Folgen permanenter Kurzinformationen. Der Autor beschreibt, wie ständige Kurznachrichten zu Konzentrationsverlust, verzerrten Wahrnehmungen und verschiedenen Denkfehlern führen können. Ein Thema das in der heutigen Zeit von größter Relevanz ist.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich konnte einige hilfreiche Denkanstöße mitnehmen. Teilweise wirken die Inhalte jedoch etwas langgestreckt und redundant, da manche Gedanken mehrfach aufgegriffen werden. Trotzdem ist das Buch aus meiner Sicht lesenswert und ein guter Start für einen bewussteren Umgang mit der digitalen Welt.
Buchstabenfestival
aus Deutschland
3/5
21.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Was kann man gegen die…
Was kann man gegen die Informationsflut aus den digitalen Medien tun? Ganz einfach: ausschalten und ignorieren. Laut dem Autor liest er keine News mehr und sieht sich auch keine Sendungen mehr an. Alles, was er wissen muss, erfährt er über die Menschen, die er trifft. Ich gehe davon aus, dass der Autor das Buch vor Corona geschrieben hat. Denn so einfach ausschalten und nichts mehr aus den digitalen Medien konsumieren, funktioniert nur noch bedingt. Ich arbeite viele Stunden mit den Medien und muss zudem auch viele News lesen und einordnen, um zu wissen, wie ich meine Arbeit ausrichten muss. Leider muss ich dem Autor zustimmen, dass man durch die vielen kleinen Informationshappen eine schwächere Aufnahme- bzw. Konzentrationsfähigkeit bekommt. Nicht sofort, aber die Konzentration bei langen Artikeln und Büchern lässt nach, wenn sie nicht trainiert wird. Jedoch ist das Abtauchen in Bücher informativer, nachhaltiger und beruhigender als die News auf einer digitalen Plattform. Ein paar gute Anregungen kann man sich durchaus aus diesem Buch herausfiltern wie z.B. wie man den privaten Konsum aus den digitalen Medien eindämmen und auf die eigenen Bedürfnisse eindampfen kann, aber die große Offenbarung bleibt aus. Dank der vielen kleinen Kapitel liest sich aber das Sachbuch sehr schnell und einfach. Das am meisten genannte Mittel gegen die digitale Informationsflut war das gute Buch und lange gut recherchierte (Sach-)Artikel. Dagegen kann man nicht sagen. Lest mehr gute Bücher!
Joschne
aus Sittensen
3/5
13.08.2021
Hörbuch (CD)
+++Ein interessanter, aber…
+++Ein interessanter, aber nicht wirklich überzeugender Denkansatz+++ Sobald sie eine gewisse Prominenz erreicht haben, verlegen sich Bestsellerautoren gern darauf, ihren Lesern statt intelligent aufbereiteten Fakten vor allem Lebensratschläge zu präsentieren. Einen solchen Zug zum Missionarischen demonstriert auch Rolf Dobelli in seinem »persönlichsten Buch«. Darin outet sich der Schweizer als Ex-News-Junkie. Bis vor rund zehn Jahren habe er jede Neuigkeit aufgesaugt, die ihm Zeitungen und andere Medien präsentierten. Doch irgendwann habe er gemerkt: Das bringt nichts! Es macht weder zufriedener noch erfolgreicher, fördert weder bessere Entscheidungen noch das Familienleben. Also weg damit! Nun lebt er »News befreit« – und legt dies seinen Lesern ebenfalls ans Herz. In Dobellis Analyse erscheinen News als das Gift unserer Zeit, schlimmer als Zucker, Alkohol und Heroin zusammen. Denn sie rauben nicht nur viel Zeit und geistige Ressourcen, sondern verhindern zudem, dass wir uns mit den wirklich wichtigen, nur nicht so emotional aufgeladenen Fragen des Lebens beschäftigen. Mit dem titelgebenden digitalen Leben hat das nur mittelbar zu tun. Zwar hat die ständige Verfügbarkeit von News auf dem Smartphone die Penetranz dessen, »was gerade so passiert«, enorm erhöht. Allerdings bezieht sich Dobellis Kritik auf alle Arten des schnellen Medienkonsums – ob Zeitungen, Zeitschriften, Radio, TV, soziale Medien oder News-Plattformen im Internet. Seine Tipps in Sachen Onlinenutzung laufen darauf hinaus, dass man sich statt einer Nachrichtenseite eine möglichst statische Startpage auf dem eigenen Browser einrichten soll (bei ihm sei es Wikipedia) und überhaupt besser Gedrucktes liest, als sich in den Weiten des Webs zu verlieren. So als werfe man tunlichst den Autoschlüssel weg, um sich nicht im Verkehr zu verfranzen. Ich persönlich bin zwiegespalten, was seinen durchaus interessanten gedanklichen Ansatz anbelangt. Einerseits bin und muss ich schon von Berufs wegen ein wahrer Nachrichten-Junkie sein, andererseits hat der Autor natürlich auch in gewisser Weise Recht mit dem, was er verkündet: Der aktuellen Weltlage, von Corona bis Afghanistan, zu lauschen und diese in sich aufzusaugen, und das Tag und Nacht, macht wirklich alles andere als glücklich. Wissen Sie was: Bilden Sie sich doch einfach Ihr eigenes Urteil, ich muss meines noch finden.
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