Für seinen Widerstand gegen den Staatsstreich von Napoleon III. verbannt dieser den genialen Dichter Victor Hugo aus Frankreich. 1853 fristet der Poet sein Exil auf der Insel Jersey und widmet sich neben dem Schreiben dem Spiritismus. Bei einer Séance erscheint ihm der Geist seiner tragisch verstorbenen Tochter Leopoldine, über deren Verlust Victor Hugo nicht hinwegkommt. Leopoldine fordert ihn auf, das Drama ihres Todes näher zu untersuchen, und so verlässt der Dichter heimlich sein Exil und dringt tief in das Herz von Paris vor auf der Suche nach Hinweisen. Das menschliche Elend, das ihn dort erwartet, wird ihn zu seinem größten Werk inspirieren: »Les Miserables«. Die Handlung von »Victor Hugo« ist fiktiv, aber die Hintergründe sind es nicht. Victor Hugo, der leidenschaftliche Sozialkritiker, war davon überzeugt, mit seiner verstorbenen Tochter kommunizieren zu können und Eingaben aus der Welt der Geister zu erhalten. In einem illustrierten Anhang stellen Esther Gil und Laurent Paturaud Fakten und Fiktion einander gegenüber.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Luckenwalde
5/5
18.08.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine wunderbare Geschichte
(5 von 5 Sterne)
„Aber was könnte ich ihr mitteilen, was sie nicht schon wüsste ?
Ich war auf Reisen, als es geschah,
Und ich weiß nur das, was ich in den Zeitungen las.“
Inhalt:
Der erfolgreiche Gedichtenschreiber Victor Hugo trauert. Im Jahre 1843 verstarb seine geliebte Tochter Leopoldine bei einem Bootsunglück. Durch eine Séonce, versucht er ihr wieder nah zu sein. Doch als Leopoldine erschien, fragte sie nur, warum vier Menschen sterben mussten. Kurz darauf verblasste ihre Gestalt wieder.
Victor Hugo lebt im Exil, nachdem er aus Frankreich verbannt wurde - aber genau dorthin zieht es ihn nun zurück, um zu erfahren, was vor zehn Jahren bei dem Bootsunglück passiert ist. Heimlich reist er nach Frankreich, immer mit der Angst entdeckt zu werden, und der Ungewissheit, je zu erfahren was wirklich an diesen Tag mit Leopoldine geschah.
Meinung:
Ein wunderbares Comic, mit einer interessanten und emotionalen Geschichte. Am Ende erfährt man noch einige Details, und auch Zeichnungen der Charaktere sind auf den letzten Seiten zu sehen, wodurch es diese Graphic Novel zu etwas besonderen macht. Die Geschichte ist teils Wahrheit und teils Fiktion. Esther Gil und Laurent Paturaud haben beide Teile kombiniert und eine fantastische Geschichte daraus gemacht.
Das Cover:
Das Cover ist wunderschön gestaltet. Man sieht Victor Hugo wie er nachdenklich auf den Klippen steht und aufs Meer schaut. Man spürt sofort die Melancholie durch die dunklen Farben.
Die Geschichte:
Die Geschichte ist teils Wahrheit und teils Fiktion. 1853, Napoleon regiert Frankreich - doch Victor Hugo lehnt sich politisch gegen ihn auf und wird aus Frankreich verbannt. Er flüchtet mit seiner Familie ins Exil, auf die Insel Jersey. Victor Hugo kommt noch immer nicht über den Tod seiner Tochter hinweg, weshalb er noch einmal nach Frankreich kehrt, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Die Charaktere:
Auf der einen Seite geht es um Victor Hugo und seinen Lieben, und auf der anderen Seite um einen Ganoven namens John Tapner. Welcher um sein Leben fürchten muss. Doch erst zum Ende hin, kommt die Verbindung zu Victor Hugo zum Vorschein.
Auch lernt man Victor Hugos Geliebte kennen. Obwohl er verheiratet ist, schlägt sein Herz noch für zwei andere Damen.
Grafiken und Text:
Die Grafiken sind in Sephia gehalten, wodurch man auch die Melancholie und die düstere Stimmung, die damals herrschte, spürt. Die dunklen Bilder und die wunderschön geschriebenen Texte, runden die Graphic Novel ab.
Fazit:
Ein toller Comic von den man einiges lernen kann und die bis zum Ende hin, die Spannung aufrecht halten kann. Ich kann dieses Comic wirklich nur empfehlen.
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