Ein Afrikaner wird am Bijou Plage, einem der schönsten Strände der Stadt, tot aufgefunden. Anders als zunächst vermutet, ist der Tote kein Flüchtling, sondern ein fliegender Händler aus dem Senegal. Aber wer könnte ein Interesse daran haben, einen armen Straßenhändler zu ermorden? Commissaire Duval erkennt bald, dass mehr hinter der Sache steckt – zumal noch eine zweite Leiche auftaucht. Auch seine Freundin Annie, die eigentlich angereist ist, um ein paar Tage Urlaub zu machen, stellt Nachforschungen an ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
Bewertung
aus Turgi
5/5
04.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Unredlich
Das Buch ist eine Enttäuschung. Die Autorin will mit ihrer Einseitigen Darstellung auf die Situation der Flüchtlinge an der Italienisch - Französischen Grenze aufmerksam machen, ja sogar die Behörden kritisieren und anklagen. Das ist zwar ihr gutes recht aber dann sollte sie das in einer anderen Form bewerkstelligen. Wenn sie dieses Buch jedoch als Kriminalroman verkauft, in dem halt zufällig auch noch eine schwarzer Flüchtling ums Leben kommt, ist das unredlich. Durch die langatmige Beschreibung der zurückgehaltenen Flüchtlinge wirkt das Buch langweilig und die Absicht der Autorin schnell durchsichtig. Schade, das Buch ist als Krimi wertlos und die Autorin verfehlt ihr Ziel.
Bewertung
4/5
09.06.2019
eBook (ePUB 3)
Die Probleme der Gegend werden sehr gut beschrieben.
Autor erzählt sehr gut, und lebensnah. man hat ein schönes Bild von Cannes, und möchte es gleich selber erkunden.
Bücher in meiner Hand
3/5
10.03.2017
Buch (Taschenbuch)
Zu viel Thema, zu wenig Ermittlungen
Dies war der dritte von mir gelesene Krimi in Folge, der das Thema Flüchtlinge beinhaltet. Bei den ersten beiden gab es immerhin noch andere Aspekte, doch bei "Endstation Côte d'Azur" dreht sich alles darum. Es wird lang und breit durchdiskutiert. Zwischen Léon und Annie, im Café, im Bistro, auf dem Polizeiposten, schlicht überall. Es gibt gefühlt keine einzige Unterhaltung im Buch, die nicht einen Bezug zu Flüchtlingen oder dem Schwarzhandel haben. Sogar die Auswahl auf der Speisekarte wird zur politischen Diskussion.
Duval hat Urlaub und Besuch von Annie. Doch nicht lange, denn von höchster Stelle wird er beauftragt in einem Todesfall am Strand zu ermitteln. Zeitgleich gab es an der Grenze zu Italien einen Flüchtlingsaufstand und Duvals Vorgesetzte vermuten einen Zusammenhang. Besser gesagt, sie möchten lieber, dass dem nicht so ist und Duval soll es diskret herausfinden. Seine Freundin, die Journalistin Annie Châtel, ist ganz Ohr, beginnt selbst zu recherchieren und geht dermassen darin auf, so dass Léon zu kurz kommt. Dies sorgt für gehörige Spannungen in der Beziehung, aber Annie will Gleichberechtigung. Léon hat daran zu knabbern.
Gefallen hat mir, dass man Annie in diesem vierten Band besser kennen lernt. Bisher war sie eher eine Randfigur, doch nun kommt sie endlich zu Zuge. Léon und seine Mitarbeiter Léa Leroc, Michel Leblanc und Noah Villiers kabbeln sich wie immer, arbeiten aber effizient.
Gar nicht gefallen hat mir, dass das Thema dermassen dominiert, dass sogar die Mahlzeitenauswahl der Protagonisten interessanter war.
Über das Thema hört und liest man tagtäglich in den Nachrichten und Zeitungen - ich muss es in diesem Ausmass nicht auch noch in einem Krimi lesen.
Die Autorin hat zweifellos gut recherchiert. Es werden sämtliche Einstellungen und Lösungsansätze diskutiert, doch sie wären meiner Meinung nach in einem Einzelband besser aufgehoben.
Leider gehen auch die Ermittlungen total unter. Sie sind weder spannend noch unterhaltsam und bestehen nur aus Gesprächen, in denen erörtert wird, wieso die Strassenhändler hier leben und wie sie organisiert sind.
Die einzig fesselnde Situation im Buch wäre die Festnahme des Täters gewesen, doch nur soviel dazu: hier wurde ein Unterthema bemüht, dem man alles in die Schuhe schieben kann. Es schien mir, als ob die ellenlangen Themendialoge die Fantasie der Autorin ermüdet haben, und sie noch schnell einen - für mich zu einfallslosen und abgenutzten - Schlusspunkt setzte. Schade.
Fazit: Ereignisloser Fall und ermittlungsschwächster Teil der Serie. Lesenswert für Leser, die sich für die Hintergründe des Strassenhandels interessieren.
3 Punkte.
Frankreich
aus Linz
2/5
26.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Bedingt empfehlenswert
Dieser Band ist der schwächste Krimi aus dieser Reihe. Es geht weniger um die schönen Seiten der Côte d Azur, die Lust auf eine Reise in diese Gegend machen, schon gar nicht um kulinarische Leckerbissen. Sondern um die Netzwerke von Afrikanern, die als Strandverkäufer ihren Lebensunterhalt verdienen. Das Ende ist dann unerwartet und vor allem unpassend.
Wer einen unterhaltsamen Frankreich Krimi lesen möchte, der unterhaltsam und zugleich Reiseführer sein soll, sollte einen anderen Titel wählen. Schade.
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