Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten auf die Insel gekommen, um sich auf ihre nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich jedoch eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Sven hat sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme - das ist sein Motto. Jetzt muss er erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er begreift, dass er Teil eines mörderischen Spiels ist.
Der Bestseller von Juli Zeh - jetzt auch als hochwertige Hörspielproduktion mit Starbesetzung.
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Igela
5/5
28.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Leseempfehlung!
Auf Lanzarote betreibt Aussteiger Sven Fiedler eine Tauchschule. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Antje ist er vor 14 Jahren von Deutschland nach Lahora ausgewandert und nun weist er Touristen in die hohe Kunst des Tiefseetauchens ein.
Die neuen Gäste, das Pärchen Jola und Theo, sind jedoch eine Herausforderung für ihn und seine gelassene Art. Jola ist Schauspielerin, etliche Jahre jünger als Theo und offensichtlich nicht glücklich mit ihm.
Sven beobachtet etliches, was ihn stutzig macht. Bis er sich vor der Tatsache, dass da einiges bei den beiden schiefläuft, nicht mehr verschliessen kann. Denn ein Mord ist kein Spass!
Sven, der Aussteiger, der auf Lanzarote eine Tauschschule betreibt, erzählt den grössten Teil der Geschichte in Ich Perspektive. So kann man nachvollziehen, wie Sven denkt, fühlt und auch handelt. Seine Ueberzeugung, sich nicht in das Leben anderer einzumischen, bekommt Schlagseite, als das illustre Pärchen Jola und Theo sich bei ihm einmieten. Für eine stattliche Summe, die seine finanzielle und berufliche Zukunft sichert, mieten sie sein Ferienhäuschen, nehmen bei ihm Tauchunterricht und erwarten rund um die Uhr Betreuung.
Plötzlich steht Svens Leben, seine Gefühle und seine Beziehung zu Antje Kopf. Sein Motto "leben und leben lassen", funktioniert plötzlich nicht mehr und er wird regelrecht aufgefressen von seinen Kunden. Ab und zu sind Tagebucheinträge von Jola eingeflochten, die Geschehenes ganz anders darstellen, als es Sven erzählt. Ich empfand diese Ambivalenz ungeheuer spannend und dies war auch ein Grund, weshalb ich durch das Buch geflogen bin.
Der zweite Grund war die Angabe auf dem Klappentext. Auf dem steht nämlich, dass ein Mord geschieht. Wer ist das Opfer und wer der Täter? Beides habe ich allen vier Figuren zugetraut. Sven, Jola, Theo und Antje könnten sowohl Täter, als auch Opfer sein. Tatsächlich ist die Tat schockierend, sehr spannend und überraschenderweise ganz anders als ich mir ausgemalt habe.
Die titelgebende Nullzeit ist ein Begriff aus der Welt der Tauchkunde und passt hervorragend zu der Story.
Ich bin längst ein Fan von Juli Zehs Art zu schreiben. Sehr klar, manchmal distanziert, doch immer auf den Punkt gebracht. Sie lässt sie nicht nur die Figuren zum Leben erwachen, sondern beschreibt auch bildgewaltig die Szenen, die sich unter oder am Wasser abspielen. Die Autorin hat die Geschichte mit einem unvergleichlichen Finale enden lassen. Einem Finale, bei dem ich da sass und staunte über dieses einfallreiche Ende.
Aila
aus Tübingen
5/5
21.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Krass
Was kann ich zu dem Buch sagen, bzw. was will ich dazu sagen?
Es wäre falsch zu behaupten, dass ich nach anderen Werken von Juli Zeh daran gewöhnt bin, wie unerwartet und vollkommen abartig die Geschichte ist. Der erste Blick auf dieses Buch täuscht sowas von. Ich hielt es in den Händen und dachte mir, okay eine Art Thriller und recht wenige Seiten, was kann man da großartig rausholen?
Erstmal der Schauplatz, besser hätte dieser nicht gewählt werden können. Eine kleine ruhige Insel, niemand erwartet hier, fernab der Realität, mit einem Spiel konfrontiert zu werden, das alles zum einstürzen bringt. Ein Spiel so perfide, sexuell und intrigant, dass es mich nicht sprachloser hätte zurücklassen können. Doch von wem wird das Spiel überhaupt begonnen, wer weiß das er/sie Teil davon ist und welches Ziel verfolgen die Spieler:innen?
Ich habe entweder kaum oder gar keine Antworten auf diese Fragen, vor allem was das Ziel betrifft bin ich absolut ratlos.
Diese Ratlosigkeit lässt sich ganz klar auf das Netz der Lügen bzw. Wahrheiten zurückführen, schließlich werden wir mit beiden konfrontiert und jeder muss für sich selbst entscheiden, wem mehr zu glauben ist oder besser gesagt, wer mehr Sympathie Punkte gesammelt hat. Um die Wahrheit geht es hier schon lange nicht mehr, meiner Meinung nach, denn alle Protagonisten verkörpern den puren Egoismus (auch wenn es nicht jeder so wirklich zugibt).
Normalerweise vergebe ich Pluspunkte für besonders verständliches Handeln oder Gedanken der Protagonisten, doch hier muss ich eine Ausnahme machen. Ja, ich verstehe keine einzige der Handlungen (ausgenommen von Antjes) und trotzdem schafft es Juli Zeh gerade dadurch mich zu begeistern, schließlich werde ich noch lange an dieses Buch denken und genau überlegen, wo ich etwas übersehen haben könnte. Ja, ich bin nach dem Ende verstört, doch ist es nicht genau das, was dieses Buch erreichen möchte?
Bewertung
5/5
06.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Man taucht ein in eine Geschichte verschiedener Perspektiven - wem soll man glauben?
Sven ist ein Aussteiger. Deutschland hat er vor über einem Jahrzehnt den Rücken gekehrt, weil er dieses verlogene Wettschwimmen mit Haien nicht mehr ertragen wollte. Antje, für die er eine dauerhafte Jugendliebe ist, wanderte gleich mit aus. Die beiden betreiben eine Tauchschule, und ihre nächsten Gäste sind Jola und Theo, ein schwer einzuschätzendes Ehepaar in einer Hassliebe. Jola, die in Deutschland in einer Telenovela als Schauspielerin mitspielt, versucht mit diesem Tauchlehrgang eine Filmrolle über das Leben einer berühmten Taucherin zu ergattern, die sie verehrt. Theo, Schriftsteller eines einzigen bisher veröffentlichten Romans, lässt sich von Jola aushalten. Und da sind die beiden nun, haben Sven exklusiv für einen festgelegten Zeitraum für ein dringend benötigtes Honorar gebucht, und machen ihm fast von Tag eins an nur Ärger. Durch die Aktionen zwischen Theo und Jola wird Sven immer tiefer in deren skurriles Beziehungsleben gezogen, und es ergibt sich eine eigenwillige Dreiecksbeziehung.
Sven ist der Ich-Erzähler der Geschichte. Seine Episoden werden von Tagebucheinträgen Jolas abgelöst. Scheinen sie sich zunächst noch zu ergänzen, weiß der Leser mit Fortschreiten der Geschichte nicht mehr, wem der erzählenden Personen er Glauben schenken soll. Bis zuletzt spann sich in meinen Gedanken die Skepsis beiden gegenüber, gleichzeitig wollte ich beiden glauben.
Sehr interessant fand ich die Ruhe der Tauchgänge, die einen Teil von Svens Episoden ausmachen. Juli Zeh ist ein kleines Kunststück damit gelungen, diese Tauchgänge zen-meditativ zu beschreiben. Diese Ruhe wird in einem spannungsgeladenen Finale auch dringend benötigt!
Bewertung
5/5
31.12.2019
eBook (ePUB)
Wenn eine kaputte Beziehung zur Dreiecksgeschichte wird...
Mit "Nullzeit" hat Juli Zeh erneut ein Buch geschrieben, das seinesgleichen sucht. Es ist Psychogramm, Urlaubslektüre und Thriller in einem, mit einer Auflösung, die mich komplett überrascht hat.
Die Autorin erzählt in gewohnt beeindruckendem Schreibstil eine irgendwie düstere, verwirrende und beklemmende Geschichte, die am Schluss in einen regelrechten Psychothriller ausartet. Fassungslos verfolgt man Sven, Jola und Theo, die ungewollt (oder doch nicht...?) in eine Dreiecksbeziehung rutschen, die es in sich hat. Immer tiefer geraten die drei in eine Abwärtsspriale aus Intrigen, Eifersucht und Lügen, die am Ende sogar lebensgefährlich wird. Ein hochspannendes Buch, das mich auch nach Beenden lange nicht losgelassen hat!
Bewertung
5/5
07.03.2018
Buch (Taschenbuch)
Juli Zeh hat mit „Nullzeit“ eine...
Juli Zeh hat mit „Nullzeit“ eine Dreiecksgeschichte erschaffen, bei der man schnell nicht mehr weiß, was wahr und was gelogen ist. Am Ende bleibt man als Leser fassungslos zurück!
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5/5
20.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Aufregend, faszinierend und sehr fesselnd!
Das erste Buch, das ich je von Juli Zeh gelesen habe und es hat mich so begeistert, dass es auch sicher nicht das letzte bleiben wird!
Eine so spannende Dreiecksgeschichte - fast schon ein Krimi, aber doch ein wunderschön geschriebender Roman! Top Emfehlung!
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5/5
13.04.2014
Buch (Taschenbuch)
Spannende Dreiecksgeschichte
Eine sehr spannende Dreiecksgeschichte um die Schauspielerin Jola, den Schriftsteller Theo und deren Tauchlehrer Sven - thrillermäßig, mit erotischem Moment. Für mich ein toll erzähltes Buch, das ich kaum mehr aus der Hand legen wollte.
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5/5
10.01.2014
Buch (Taschenbuch)
sehr gut
ein Thriller ich würde sagen, der anderen Art. Die Autorin Juli Zeh schickt den Leser mit zwei Protagonisten durch das Buch. Sven, der als Ich-Erzähler agiert und Jola, die über ihr Tagebuch zum Leser spricht. Spannend, gut zu lesen.
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