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Autorenporträt von

Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke (1875–1926), gebürtiger Prager, führte ein unstetes Leben und kam auf seinen vielen Reisen 1902 erstmals nach Paris, das ihm – wie seinem Malte Laurids Brigge – zur zweiten Heimat werden sollte. An Leukämie erkrankt, starb der Dichter im zweiundfünfzigsten Lebensjahr in einem Sanatorium bei Montreux.

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Pointiert, alltäglich, klar: Rilkes französische Zyklen in der ersten vollständigen Übersetzung

Rilke eröffnet sich in seinen französischen Gedichten, nach den großen Zyklen »Duineser Elegien« und »Die Sonette an Orpheus« (1922), neue poetische Möglichkeiten: Die Gedichte sind pointiert, alltäglich, klar - kraftvoll auf neue Weise. Ende 1923 beginnt er seinen ersten französischen Zyklus: »Tendres împots à la France« und schreibt später: »Ein großer Teil meiner Korrespondenz ist auf Französisch, [...], dann, plötzlich, in diesem Winter, begann das Französisch auf das [poetische] Gebiet vorzudringen, das es beschützen sollte.« Noch 1924 schreibt Rilke seine größte Zusammenstellung französischer Gedichte: »Vergers« (»Obstwiesen«), die 1926 gemeinsam mit den »Quatrains valaisans« auf Vermittlung von Paul Valéry in Paris erscheint; der Zyklus »Les Roses« wird kurz nach Rilkes Tod veröffentlicht. Im letzten Lebensjahr 1926 hat Rilke in seinen zwei Heften »Exercices et Évidences«, wo er aus den Taschenbüchern ausgewählte Gedichte ins Reine bringt, noch eine Art poetischer Landschaft in leichter zyklischer Konzentration geschaffen.
Der Band präsentiert Rilkes französische Zyklen mit insgesamt über 200 seiner wichtigsten Gedichte in deutscher Übersetzung zweisprachig.
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