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Autorenporträt von

Lewis Carroll

Charles Lutwidge Dodgson (1832-1898) ging unter seinem Pseudonym Lewis Carroll in die Literaturgeschichte ein. Der Dozent für Mathematik und Logik am Christ Church College in Oxford wurde zu einem der bekanntesten Vertreter der ›englischen Nonsens-Literatur‹. »Alices Abenteuer im Wunderland« – das er 1864 ursprünglich für die kleine Tochter seines Dekans, Alice Pleasance Liddel, geschrieben hatte – zählt heute zu den Meisterwerken der Weltliteratur. »Through the Looking-Glass« (dt. »Alice hinter den Spiegeln«) folgte 1871. Sein Nonsens-Gedicht »Die Jagd nach dem Schnatz – Eine Agonie in acht Krämpfen« erschien 1876. Die in Versform verfasste Geschichte wurde als Kinderbuch mit zahlreichen Illustrationen veröffentlicht und seitdem in etlichen Varianten für die Bühne und als Musical bearbeitet.Von ihm sind im Hörverlag bisher »Alice im Wunderland« und »Die Jagd nach dem Schnatz« erschienen..Jan Strümpel, geboren 1966, arbeitet als freiberuflicher Lektor in den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Ausserdem ist er als Übersetzer (George Orwell, James Joyce, H.G. Wells, Beatrix Potter u.a.) und Herausgeber tätig.

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Alices Abenteuer im Wunderland

Das weiße Kaninchen, der verrückte Hutmacher, die merkwürdige Grinsekatze, die verschwinden kann, während ihr Grinsen dableibt, die hysterische Herzkönigin oder die falsche Schildkröte: Seit Generationen fasziniert Lewis Carrolls Geschichte Kinder wie auch Erwachsene gleichermaßen. Die fiktive Welt, in der Alice im Wunderland angesiedelt ist, spielt in solch einer Weise mit Logik, dass sich die Erzählung unter Mathematikern und Kindern gleichermaßen großer Beliebtheit erfreut. Sie enthält zahlreiche satirische Anspielungen – nicht nur auf persönliche Freunde Carrolls, sondern auch auf die Schullektionen, die Kinder im England jener Zeit auswendig lernen mussten. Und dennoch gilt das Buch als eines der hervorragenden Werke aus dem Genre des literarischen Nonsens. Gemeinsam mit der 1871 erschienenen Fortsetzung "Alice hinter den Spiegeln" werden heute beide Werke zur Weltliteratur gezählt. So ist die Erzählung beispielsweise Bestandteil der ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher. Die britische Zeitung The Guardian nahm 2009 sowohl "Alice im Wunderland" als auch "Alice hinter den Spiegeln" in die Liste der 1000 Romane auf, die jeder gelesen haben sollte. "Fantasie ist die einzige Waffe im Krieg gegen die Wirklichkeit." (Denis Gaultier)
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